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Mitarbeiterinnen von Ärzte ohne Grenzen vorübergehend in Haiti entführt

veröffentlicht am 13.03.2010


Nach fünf Tagen in der Gewalt von Entführern sind zwei Schweizerinnen in Haiti wieder auf freiem Fuß. Die beiden Frauen waren in der Hauptstadt Port-au-Prince verschleppt worden. Ein Sprecher von Ärzte ohne Grenzen sagte am Donnerstag, die Opfer seien am Mittwochabend freigelassen worden.

 

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Port-au-Prince - Nach fünf Tagen in der Gewalt von Entführern sind zwei Schweizerinnen in Haiti wieder auf freiem Fuß. Die beiden Frauen waren in der Hauptstadt Port-au-Prince verschleppt worden. Ein Sprecher von Ärzte ohne Grenzen sagte am Donnerstag, die Opfer seien am Mittwochabend freigelassen worden. Ob für sie ein Lösegeld bezahlt wurde, wollte Sprecher Michel Peremans nicht sagen.


Laut einer Sicherheitswarnung, die an Nichtregierungsorganisationen ging und die der Nachrichtenagentur AP vorliegt, arbeiteten die beiden Frauen für Ärzte ohne Grenzen. Hilfsorganisationen erklärten, sie hätten ihren Mitarbeitern nach der Entführung eine nächtliche Ausgehsperre auferlegt.


Ärzte, die in Port-au-Prince weiterhin zur Versorgung von Erdbebenopfern im Einsatz sind, erklären, viele Patienten hätten Schussverletzungen. Die Entführung der Schweizerinnen war die erste, die seit dem schweren Beben vom 12. Januar bekannt wurde. Die meisten der mehrere tausend US-Soldaten, die nach dem Erdbeben zum Hilfseinsatz in das Land entsandt worden waren, wurden am vergangenen Wochenende wieder abgezogen.


Nach dem Erdstoß flüchteten mehr als 5.000 Häftlinge aus beschädigten Gefängnissen, nur etwa 200 wurden seither wieder gefasst. Unter den Flüchtigen sind einige, die als Anführer von Entführerbanden gelten.  (© AP)



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