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13. März 2010

Anwälte Phil Spectors wollen Prozess neu aufrollen lassen



Los Angeles - Anwälte des legendären US-Musikproduzenten Phil Spector haben vor einem Berufungsgericht in Los Angeles Rechtsmittel gegen seine Verurteilung wegen Ermordung einer Schauspielerin eingelegt. In einem am Mittwoch eingereichten, 148-seitigen Schriftsatz legten die Verteidiger dar, warum der 70-Jährige keinen fairen Prozess erhalten habe. Sie begründeten ihren Einspruch unter anderem mit der Zulassung von fünf Zeuginnen, die nach eigenen Angaben in der Vergangenheit von Spector mit einer Waffe bedroht wurden.

Spector wurde Ende Mai 2009 wegen Totschlags zu 19 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Schauspielerin Lana Clarkson war 2003 nach einem Schuss in den Mund tot im Haus des Produzenten aufgefunden worden.

Spector war einst einer der einflussreichsten Produzenten der Popmusik. Berühmt wurde er in den 60er Jahren als Erfinder eines voluminösen Klangs bei Schallplattenaufnahmen, des sogenannten «Wall of Sound». Er produzierte Hits der Ronettes und Righteous Brothers sowie von Ike und Tina Turner. Ferner arbeitete er für das Beatles-Album «Let It Be» und später mit John Lennon, George Harrison und den Ramones.


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