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13. März 2010

Chile will Wiederaufbau aus eigener Kraft meistern



Santiago - Der Wiederaufbau nach dem schweren Erdbeben in Chile dürfte nach Angaben von Präsident Sebastián Piñera rund 30 Milliarden Dollar (22 Milliarden Euro) kosten. Die Arbeit werde Jahre in Anspruch nehmen, sagte Piñera am Freitag in seiner ersten Pressekonferenz nach seinem Amtsantritt. Kredite aus dem Ausland werde das Land dabei nur zurückhaltend in Anspruch nehmen. Zugleich rief Piñera zu äußerster Zurückhaltung bei den Staatsausgaben auf. Seine Regierung werde den aktuellen Haushalt entsprechend überarbeiten, kündigte er an.

Aus Überschüssen von Kupferexporten hatte die Regierung in guten Jahren elf Milliarden Dollar zurückgelegt, für Schäden in Höhe von weiteren 3,5 Milliarden Dollar dürften Versicherungen aufkommen. Darüber hinaus ist das Land kaum verschuldet und hat finanzpolitisch einen guten Ruf. «Ich habe schon lange kein Land mehr gesehen, das für den Umgang mit einer Naturkatastrophe so gut dasteht», sagte Carlos Felipe Jaramillo, der Direktor für die Andenregion der Weltbank.

Das Beben der Stärke 8,8 kostete am 27. Februar in Chile hunderte Menschen das Leben. 500.000 Häuser, zahlreiche Krankenhäuser sowie Straßen wurden zerstört oder beschädigt. Es handelte sich um eines der zehn stärksten Beben, die weltweit je gemessen wurden.


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