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12. März 2010

Europa und USA uneins über Bewertung von Finanzderivaten



New York - Für die meisten Politiker in Europa sind Finanzderivate gefährliche Waffen, die Griechenlands Schuldenkrise verschlimmert haben und deshalb entschärft werden müssen. Für die Wall Street dagegen sind es Werkzeuge, die Risiken verringern, Profite abwerfen und die man am besten in Ruhe lässt. Derzeit versuchen Finanzaufseher auf beiden Seiten des Atlantiks herauszufinden, wer Recht hat und wie man am besten künftig mit Derivaten umgeht.

Auf dem Spiel stehen Milliardenprofite, die nach Einschätzung von Banken bei einem Übermaß an Regulierung gefährdet wären. Befürworter strengerer Regeln halten dagegen, das gesamte globale Finanzsystem sei in Gefahr, solange Derivate größtenteils unreguliert bleiben.

Derivate sind finanztechnische Instrumente, denen ein Basiswert zugrunde liegt, etwa Hypotheken oder Aktien. Besonders ins Gerede gekommen sind in jüngster Zeit im Zusammenhang mit der griechischen Schuldenkrise die Credit Default Swaps (CDS), eine Art von Kreditausfallversicherung. Mit CDS können sich Käufer von Anleihen gegen einen Bankrott des Gläubigers versichern.

Im Fall Griechenlands und anderer Länder mit großen Haushaltslöchern ist die Nachfrage nach solchen Ausfallversicherungen für Staatsanleihen wegen der angehäuften Schulden enorm gestiegen. Allerdings werden solche Derivate auch von Anlegern gekauft, die gar keine Anleihen der kriselnden Staaten besitzen. Die EU-Kommission drohte am Dienstag damit, den spekulativen Handel mit diesen Papieren zu verbieten.  weiterlesen >>


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