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Tödliche Badeunfälle meist in Binnengewässern

veröffentlicht am 12.03.2010


Mindestens 474 Menschen sind im Jahr 2009 in deutschen Gewässern ertrunken - die meisten davon in Flüssen, Seen und Kanälen. «Die meisten Binnengewässer sind unbewacht, Schwimmer und Badegäste gehen dort ein hohes Risiko ein, vor allem wenn sie alleine baden gehen», warnte der Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Klaus Wilkens, am Donnerstag in Hannover bei der Vorstellung der Zahlen.

 

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Hannover - Mindestens 474 Menschen sind im Jahr 2009 in deutschen Gewässern ertrunken - die meisten davon in Flüssen, Seen und Kanälen. «Die meisten Binnengewässer sind unbewacht, Schwimmer und Badegäste gehen dort ein hohes Risiko ein, vor allem wenn sie alleine baden gehen», warnte der Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Klaus Wilkens, am Donnerstag in Hannover bei der Vorstellung der Zahlen.


Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Zahl der Toten nahezu konstant, für 2008 hatte der DLRG 475 Ertrunkene gezählt. Der langjährige Durchschnitt liegt bei 496 Opfern pro Jahr.


In Binnengewässern kamen laut DLRG 396 Menschen ums Leben, dies waren 84 Prozent aller Opfer. Vor den Küsten von Nord- und Ostsee ertranken 2009 16 Menschen. Da ist die zweitgeringste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen der DLRG. «Dieses Ergebnis zeigt, dass die von qualifizierten, ehrenamtlichen Rettungsschwimmern der DLRG bewachten Strände ein hohes Maß an Sicherheit bieten», sagte Wilkens.


Mit diesem Konzept will Wilkens auch Binnengewässer sicherer machen. In Zusammenarbeit mit der europäischen Wasserrettungsorganisation ILSE habe man damit begonnen, das Gefahrenpotential an beliebten Badestellen durch internationale Instruktoren zu analysieren. Bestimmte Gewässer werden demnach mit dem roten Banner «Lifeguarded Beach/Bewachter Strand» gekennzeichnet.


Der Anteil älterer Menschen, die ertrinken, steigt laut DLRG weiter an. Im vergangenen Jahr ertranken 254 Männer und Frauen über 50 Jahre, zwölf Personen mehr als im Vorjahr. Einen Grund sieht die Gesellschaft darin, dass in dieser Altergruppe viele Menschen nicht gut schwimmen können. Lediglich 44 Prozent der über 60-Jährigen hätten in einer repräsentativen Studie angegeben, schwimmen zu können.


Nach mehreren Jahren nahm die Zahl der Todesfälle von Vorschulkindern wieder zu. 24 Jungen und Mädchen bis zum fünften Lebensjahr ertranken zumeist im heimischen Umfeld oder in Gewässern in Wohnungsnähe. Ursächlich ist in vielen Fällen die Vernachlässigung der Aufsichtspflicht. Die meisten Kinder in dieser Altersklasse können noch nicht schwimmen.


Bei der Betrachtung nach Bundesländern gab es die meisten Ertrunkenen mit 96 in Bayern, gefolgt von Niedersachsen (63), Baden-Württemberg (61) und Nordrhein-Westfalen (60). In den bevölkerungsarmen Ländern Bremen und dem Saarland gab es jeweils zwei Todesfälle.  (© AP)



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