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11. März 2010

Kfz-Versicherungen: Der Preiskampf geht weiter



München - Die Allianz schreibt in der deutschen Kfz-Versicherung zum ersten Mal rote Zahlen und sieht die Autofahrer weiterhin als Profiteure eines ruinösen Wettbewerbs. «Die Preise sind auf dem Niveau von vor 20 Jahren», beklagte Allianz-Deutschland-Chef Gerhard Rupprecht am Donnerstag in München. Die überfällige Trendwende lasse sich aber wohl erst zum Jahresende durchsetzen.

Den Umsatzeinbruch bei der Autoversicherung konnte die Allianz Deutschland AG im vergangenen Jahr zwar mit einem zweistelligen Zuwachs in der Lebensversicherung mehr als ausgleichen - mit einem Jahresumsatz von 27,7 Milliarden Euro baute der Konzern seine Marktführerschaft auf dem Heimatmarkt aus. Aber der Gewinn fiel wegen stark gestiegener Schäden und Kosten von 2,3 auf 1,0 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr kündigte Rupprecht ein spürbar höheres Ergebnis an.

In der Kfz-Versicherung sanken die Beitragseinnahmen um drei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro - die Kosten und Schäden stiegen jedoch auf 3,6 Milliarden Euro. Trotz Kapitalerträgen rutschte die Autosparte damit in die Verlustzone. Die Zahl der vom Marktführer versicherten Autos sank um 300.000 auf 8,5 Millionen - und der Trend geht weiter: Die Konkurrenz kaufe «jetzt künftige Verluste ein - ein Vorgang, bei dem wir gerne auf die Marktführerschaft verzichten», sagte Rupprecht. «Wir haben nicht die Absicht, die Preise nachzugeben, im Gegenteil.» Die Autofahrer müssten wieder kostendeckende Preise zahlen. Allerdings «bin ich skeptisch, was Preiserhöhungen dieses Jahr angeht», sagte der Vorstandschef.

Glänzend läuft es für die Allianz Deutschland dagegen in der Lebensversicherung. Weil viele Anleger keine rentable, krisenfeste Alternative fanden, schnellten die Beitragseinnahmen um 12 Prozent auf 15 Milliarden Euro hoch. Vor allem Einmalbeiträge trugen dazu bei. Die Erholung der Kapitalmärkte ließ das Kapitalanlage-Ergebnis kräftig steigen, und davon profitierten auch die Versicherten über höhere Rückstellungen für Gewinnbeteiligungen, erklärte Rupprecht.  weiterlesen >>


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