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11. März 2010
Sieg über Wiedeking füllt Winterkorn die Taschen
Wolfsburg - Der Sieg für Volkswagen im Übernahmekrimi mit Porsche hat sich für VW-Konzernchef Martin Winterkorn auch finanziell kräftig ausgezahlt: Der Aufsichtsrat gönnte Winterkorn wie auch Finanzchef Hans Dieter Pötsch eine Sonderprämie von je 800.000 Euro für den Erfolg. Das teilte Arbeitsdirektor Horst Neumann am Donnerstag in Wolfsburg bei der Vorlage der Bilanz mit. Die übrigen Vorstandsmitglieder erhalten je 200.000 Euro extra.
Insgesamt hat Winterkorn 2009 rund 6,6 Millionen Euro verdient, etwa halb so viel wie 2008. Damit ist der Gehaltsrückgang von Winterkorn wie auch bei den übrigen Vorständen deutlich niedriger als der Gewinneinbruch, der 2009 über 80 Prozent lag. Im Jahr 2008 hatten die VW-Vorstände Millionenerlöse kassiert, weil sie Aktienoptionen eingelöst hatte.
Im letzten Jahr vor der verzerrenden Aktieneinlösung, also 2007, hatte Winterkorn 5,1 Millionen Euro kassiert. In dem Jahr hatte der VW-Konzern einen Nettogewinn von 4,1 Milliarden Euro eingefahren und einen Umsatz von 109 Milliarden Euro ausgewiesen. Für 2009 kassierte Winterkorn 6,6 Millionen Euro bei einem Nettogewinn von 911 Millionen Euro und 105 Milliarden Euro Umsatz. Arbeitsdirektor Neumann erinnerte daran, dass der Aufsichtsrat das Vergütungssystem umgestellt habe.
VW und Porsche unter Führung ihrer Vorstandschefs Winterkorn und Wendelin Wiedeking hatten sich bis 2009 einen Übernahmekrimi geliefert: Zunächst wollte Porsche mit Hilfe riskanter Finanztransaktionen VW schlucken. Doch die Finanzkrise machte Porsche einen Strich durch die Rechnung und VW stieg bei Porsche ein. Wiedeking kostete die Niederlage den Job. Für seinen vorzeitigen Abgang bekam er eine Abfindung in Höhe von 50 Millionen Euro.

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