Tarifverhandlungen für Lufthansa-Flugbegleiter ergebnislos vertagt
veröffentlicht am 11.03.2010

Die Tarifverhandlungen zwischen der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO und der Lufthansa sind ohne Ergebnis vertagt worden. Wie die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) am Donnerstag mitteilte, sollen die Gespräche am 24. März wieder aufgenommen werden.
Mörfelden-Walldorf - Die Tarifverhandlungen zwischen der Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO und der Lufthansa sind ohne Ergebnis vertagt worden. Wie die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) am Donnerstag mitteilte, sollen die Gespräche am 24. März wieder aufgenommen werden. Die Arbeitgeberseite habe die Forderungen nach grundlegenden Arbeitnehmerrechten als zu teuer abgelehnt, erklärte UFO-Verhandlungsführer Joachim Müller.
Im Gegenteil habe der Konzern seine Einsparforderungen nach 80 Millionen pro Jahr bekräftigt und sowohl eine ausgedehnte Nullrunde, Kürzungen beim Gehalt als auch eine weitere Erhöhung der Produktivität verlangt. «Damit erklärt der Arbeitgeber, dass er nicht bereit ist, dem Kabinenpersonal ein Angebot zu machen, wie beispielsweise die derzeitige 55-Stunden-Woche, das Fehlen von Pausen bei bis zu 14 Stunden langen Arbeitstagen oder die Kürzung von Arbeitsentgelten im Krankheitsfall angegangen werden kann», hieß es weiter.
Dies sei «nach mehreren Sparrunden in den vergangenen Jahren ein untragbarer Zustand», erklärte der Sprecher der UFO-Tarifkommission, Nicoley Baublies. Die UFO-Forderung sei ohne eine prozentuale Vergütungserhöhung und mit angebotenen Laufzeiten von bis zu vier Jahren eine klassische Krisenforderung. «Wir erwarten für die nächste Runde ein deutlich positives Angebot, um weiterhin eine Basis zu Verhandlungen zu haben», ergänzte Baublies.
Die Lufthansa verhandelt derzeit auch mit den Piloten, deren Streiks der größten deutschen Airline im Februar kräftig zu schaffen gemacht hatten. Wegen des Arbeitskampfs wurden in dem Monat rund 3,5 Millionen Passagiere und damit 7,2 Prozent weniger befördert. (© AP)




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