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11. März 2010
Schuldenkrise: Auch in Großbritannien braut sich etwas zusammen
London - Die Staatsschulden schnellen nach oben, das Haushaltsdefizit steigt. Die Wirtschaft müht sich ab, die Rezession hinter sich zu lassen. Die Politik spricht von Ausgabenkürzungen und höheren Steuern. Die Gewerkschaften sind gereizt. Der Wert der Währung sinkt. Nein, die Rede ist hier nicht von Griechenland. Es geht um Großbritannien.
Das Vereinigte Königreich, etwa sechs mal größer als Griechenland, häuft die Schulden noch schneller an als das derzeitige Krisenland Nummer eins in Europa. Die prekäre Lage Londons zeigt, dass Europas Probleme weit über die traditionell strukturschwachen Regionen Südeuropas hinausgehen.
Im Gegensatz zu den fast bankrotten Griechen haben die Briten aber zwei wichtige Vorteile auf ihrer Seite: Sie haben ihre eigene Währung. Und sie genießen bei den internationalen Ratingagenturen hohes Ansehen, was in der immer noch famosen AAA-Bewertung britischer Anleihen zum Ausdruck kommt.
Verkompliziert wird die Situation allerdings von der bevorstehenden Unterhauswahl, die wahrscheinlich am 6. Mai abgehalten wird. Nach aktuellen Umfragen können weder die regierende Labour Party noch die Konservativen mit einer absoluten Mehrheit im nächsten Unterhaus rechnen. Es wäre das erste Mal seit 1974, dass im Unterhaus eine Koalition oder eine Minderheitsregierung notwendig würde. Normalerweise sorgt das Wahlrecht der einfachen Mehrheit für klare Machtverhältnisse. Die Durchsetzung harter, unpopulärer Sanierungsmaßnahmen wird der nächsten Regierung angesichts unklarer Mehrheitsverhältnisse und bislang vager Aussagen der Parteien zu Rezepten gegen die Krise schwer fallen. weiterlesen >>

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