Hohe Wasserpreise ärgern Netzagentur
veröffentlicht am 09.03.2010

Die hohen Wasserpreise in Deutschland sind der Bundesnetzagentur ein Dorn im Auge. «Eine Regulierung könnte im Prinzip helfen, Ineffizienzen zu beseitigen, Kosten zu senken und letztlich die Preise für die Verbraucher zu reduzieren», warb am Dienstag der Präsident der Wettbewerbsbehörde Matthias Kurth im «Handelsblatt» für ein Eingreifen seiner Behörde. Doch bedürfe es zuvor einer Grundsatzentscheidung von Bundestag und Bundesrat, bevor die Netzagentur aktiv werden könne, zitierte die Zeitung den Behördenchef.
Düsseldorf - Die hohen Wasserpreise in Deutschland sind der Bundesnetzagentur ein Dorn im Auge. «Eine Regulierung könnte im Prinzip helfen, Ineffizienzen zu beseitigen, Kosten zu senken und letztlich die Preise für die Verbraucher zu reduzieren», warb am Dienstag der Präsident der Wettbewerbsbehörde Matthias Kurth im «Handelsblatt» für ein Eingreifen seiner Behörde. Doch bedürfe es zuvor einer Grundsatzentscheidung von Bundestag und Bundesrat, bevor die Netzagentur aktiv werden könne, zitierte die Zeitung den Behördenchef.
Der Wassermarkt in Deutschland ist bislang extrem zersplittert. Insgesamt 6.200 Wasserversorger teilen sich das Geschäft und kommen auf einen Umsatz von rund 10 Milliarden Euro. Dabei sind die Kosten für die Verbraucher sehr unterschiedlich. Bundesweit gebe es Preisdifferenzen von bis zu 300 Prozent, berichtete das «Handelsblatt» unter Berufung auf den Bundesverband der Verbraucherzentralen. Möglichkeiten für den Verbraucher, den Wasserversorger zu wechseln, gibt es im Gegensatz zu Strom und Gas nicht
Kurth betonte, er sei grundsätzlich bereit, sich nach Telekommunikation, Strom, Gas und Bahnverkehr auch die Wassersparte vorzunehmen. «Der Wassermarkt ist grundsätzlich ein regulierungsfähiger Markt», betonte Kurth. Möglich sei etwa eine Anreizregulierung, bei der die Behörde die Effizienz der Versorger flächendeckend vergleicht und die teuersten Anbieter dazu zwingt, sich schrittweise an günstigere Konkurrenten anzupassen. (© AP)




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