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11. März 2010

Immer weniger Abtreibungen in Deutschland



Wiesbaden - Die Zahl der Abtreibungen geht in Deutschland immer weiter zurück. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit noch 110.700 Schwangerschaftsabbrüche verzeichnet, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das waren den Angaben zufolge 3.800 oder 3,3 Prozent weniger als 2008. Der seit dem Jahr 2002 verzeichnete Trend von immer weniger Abtreibungen setzte sich damit fort.

Mit 73 Prozent waren knapp drei Viertel der Frauen, die 2009 Schwangerschaftsabbrüche vornehmen ließen, zwischen 18 und 34 Jahre alt, 15 Prozent zwischen 35 und 39 Jahre. Knapp acht Prozent der Frauen waren 40 Jahre und älter. Die unter 18-Jährigen hatten einen Anteil von vier Prozent. Ihr Anzahl ging im Vergleich zum Jahr 2008 um 400 auf rund 4.900 zurück. Wie es weiter hieß, hatten 40 Prozent der Schwangeren vor dem Eingriff noch keine Lebendgeburt.

Über 97 Prozent der gemeldeten Schwangerschaftsabbrüche wurden nach der Beratungsregelung vorgenommen. Medizinische und kriminologische Indikationen, also Gefahr für das Leben der Mutter oder eine Vergewaltigung, waren in weniger als drei Prozent der Fälle die Begründung für den Abbruch.

Mit 73 Prozent die weitaus meisten Schwangerschaftsabbrüche wurden mit der Absaugmethode durchgeführt. Bei 14 Prozent der Schwangerschaftsabbrüche wurde dagegen das Mittel Mifegyne, die Abtreibungspille, verwendet.  weiterlesen >>


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