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11. März 2010
Hoffnungsschimmer am Himmel: Im Luftverkehr zeichnet sich Erholung ab
Genf - Im krisengebeutelten Luftverkehr zeichnet sich eine überraschend schnelle Besserung ab. Der internationale Luftfahrtverband IATA halbierte am Donnerstag in Genf seine Verlustprognose für das laufende Jahr auf 2,8 Milliarden Dollar. Noch im Dezember hatte der Verband für 2010 Verluste der Fluggesellschaften von 5,6 Milliarden Dollar vorausgesagt, nachdem das Jahr 2009 als das schlechteste Jahr in die Geschichte der Luftverkehrsbranche einging.
Die IATA korrigierte auch die Verlustschätzung für 2009 nach oben. Statt mit 11 Milliarden Dollar rechnet der Verband nun mit einem Defizit der Fluglinien von 9,4 Milliarden Dollar. Grund für die Korrektur sein ein deutliches Anziehen der Nachfrage zum Jahresende hin. «Wir beginnen, blauen Himmel vor uns zu sehen», sagte IATA-Chef Giovanni Bisignani.
Nach einem Einbruch um 3,5 Prozent im vergangenen Jahr erwartet Bisignani nun für 2010 einen Anstieg des Passagieraufkommens um 5,6 Prozent. Bei Luftfracht soll die Nachfrage sogar um 12 Prozent steigen, nachdem sie 2009 um 10,1 Prozent eingebrochen war. Vor allem starkes Wachstum in Asien und Lateinamerika kurbelt nach den Angaben der IATA das Geschäft wieder an, während Europa und die Vereinigten Staaten hinterherhinken.
Seit Beginn der Krise mussten nach Angaben des Verbandes mehr als 30 Fluggesellschaften den Betrieb einstellen. Die Branche habe die Halbzeit in einem Erholungsprozess erreicht, der noch bis 2011 dauern werde und an dessen Ende nicht unbedingt schon wieder Gewinne stünden. Ein wesentliches Risiko für die Erholung liege in der Ölpreisentwicklung. Höhere Treibstoffkosten würden die Rückkehr in schwarze Zahlen in der Luftfahrtindustrie insgesamt bremsen. «Öl ist der Joker», sagte Bisignani.

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