|
11. März 2010
Leichter Anstieg der Studierquote
Hannover - Etwas mehr Schulabgänger als zuvor haben sich zuletzt für den Beginn eines Hochschulstudiums entschieden. Die Studierquote stieg 2008 auf 72 Prozent, wie das Hochschul-Informations-System (HIS) am Donnerstag in Hannover mitteilte. Der Anstieg liegt demnach jedoch vor allem in einem statistischen Effekt begründet.
Zwischen 2002 und 2006 war der Anteil der studienberechtigten Schulabgänger, die an eine Hochschule wechselten, kontinuierlich von 73 auf 68 Prozent zurückgegangen. Im Jahr 2008 ging es wieder leicht aufwärts: Ein halbes Jahr nach Erwerb ihrer Hochschulreife hatten knapp drei Viertel ein Hochschulstudium entweder bereits begonnen (44 Prozent) oder planten diesen Schritt «sicher» für die Folgezeit (28 Prozent). Die Studierquote für die Studienberechtigten 2008 lag demnach bei 72 Prozent. Die jüngste HIS-Befragung wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.
Der Anstieg ist laut der Mitteilung allerdings vor allem darauf zurückzuführen, dass den Berufsakademien in Baden-Württemberg erstmals der Status einer (Fach-)Hochschule zuerkannt wurde. Damit gingen die Studienberechtigten an den acht Standorten der neuen Dualen Hochschule Baden-Württemberg mit in die Studierquote ein. «Allerdings läge die aktuelle Übergangsquote auch ohne diese Umwandlung mit 69 Prozent leicht über der des Jahrgangs 2006», betonte das HIS.
Außerdem ergab die Studie, dass Studienberechtigte aus den neuen Ländern 2008 seltener einen Studienabschluss anstrebten als diejenigen aus den alten Ländern (68 zu 73 Prozent). Schulabgänger mit allgemeiner Hochschulreife entschieden sich deutlich häufiger als diejenigen mit Fachhochschulreife für die Immatrikulation an einer Hochschule (78 zu 53 Prozent). Bei den männlichen Studienberechtigten geht weiterhin ein deutlich größerer Anteil zu einer Hochschule als bei den weiblichen (78 zu 66 Prozent). «Die ohnehin zugunsten der Männer bestehenden Unterschiede haben sich im Jahrgangsvergleich weiter vergrößert», betonte das HIS. weiterlesen >>

|