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11. März 2010

Per Kontocheck gegen Datenspione



München - Wer in den vergangenen Wochen aus heiterem Himmel einen Cent auf sein Konto gutgeschrieben bekam, sollte auf der Hut sein. Mithilfe der Mini-Überweisung könnten Betrüger Bankdaten ausspioniert haben, mahnen Bundesverbraucherministerium und Verbraucherzentrale Sachsen zur Vorsicht. Schlimmstenfalls folgten mehrere größere Abbuchungen.

«Das ist kein Massenphänomen», sagt Ministeriumssprecherin Sandra Pabst zwar im Gespräch mit der Nachrichtenagentur DAPD. Es gebe offensichtlich erst ein paar Fälle in Deutschland, betont auch Thomas Schlüter, Sprecher des deutschen Bankenverbands (BdB). Trotzdem sollten Bankkunden wachsam sein und regelmäßig ihre Kontobewegungen checken. Auch andere Betrüger versuchen immer wieder, per Lastschrift abzuräumen.

Die Ein-Cent-Masche funktioniert den Angaben zufolge folgendermaßen: Datenspione überweisen einen Cent ins Blaue hinein, und zwar auf zufällig zusammengestellte Zahlenkombinationen bei Geldinstituten. Kommt das Geld nicht als Fehlbuchung zurück, sei klar: das Konto gibt es wirklich, erklärt Kay Görner, Finanzreferent der Verbraucherzentrale Sachsen. In den Wochen danach starte dann womöglich die Abbuchungswelle per Bankeinzug.

Dazu müssen Betrüger nicht einmal den Namen des Kontoinhabers kennen. Außerdem prüft keine Bank bei den bundesweit jährlich über sieben Milliarden Lastschriften nach, ob tatsächlich in jedem Fall eine Einzugsermächtigung vorliegt oder nicht. Die Kontrolle der Kontobewegungen ist in erster Linie Sache des Bankkunden. Schaut er nicht regelmäßig nach, kann ihm die eine oder andere Abbuchung schon mal durch die Lappen gehen. Genau darauf setzen Betrüger.  weiterlesen >>


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