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11. März 2010
Ex-HSBC-Mitarbeiter klaute Daten von 15.000 Kunden
Genf - Datenklau bei der Schweizer HSBC Private Bank sind 15.000 Kunden betroffen. Dies gab die Bank am Donnerstag bekannt. Die HSBC hat inzwischen ihre Kontobesitzer kontaktiert und sich für die Bedrohung ihrer Privatsphäre entschuldigt.
Der ehemalige IT-Mitarbeiter hatte vor rund drei Jahren Daten von Kunden gestohlen, die vor dem Oktober 2006 Konten bei der Bank in der Schweiz hatten. Die gestohlenen Kundendaten beschränken sich auf Konten in der Schweiz. «Wir bedauern diese Situation zutiefst und entschuldigen uns bei unseren Kunden in aller Form für diese Bedrohung ihrer Privatsphäre», erklärte HSBC-Chef Alexandre Zeller. Man sei fest entschlossen, die Interessen der Kunden zu schützen, und alle dazu notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.
Die Schweizer Bundesanwaltschaft führt seit 2008 ein Ermittlungsverfahren wegen wirtschaftlichen Nachrichtendienstes, unbefugter Datenbeschaffung und Verletzung des Geschäftsgeheimnisses gegen den Angestellten Hervé Falciani. Nach einer Hausdurchsuchung am 22. Dezember 2008 setzte sich dieser nach Frankreich ab und nahm mit den französischen Steuerbehörden Kontakt auf.
Die Bundesanwaltschaft bemühte sich seit Februar 2009 bei den französischen Behörden um Herausgabe der bei der HSBC gestohlenen Daten. Im vergangenen November bat die Schweiz dann den Appellationshof von Aix-en-Provence um eine Antwort bis Weihnachten und Bundespräsident Hans-Rudolf Merz kündigte an, dass der Bundesrat dem Parlament die Aussetzung der Ratifikation des neuen Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) mit Frankreich beantragen wird, solange sich Paris weigert, auf das Schweizer Rechtshilfegesuch einzutreten. Die französischen Behörden lenkten daraufhin ein und sandten ein Notizbuch und einen Festplattenspiegel des in Frankreich sichergestellten Informatikmaterials in die Schweiz. weiterlesen >>

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