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11. März 2010

"Forbes"-Liste: Reichster Mann der Welt kommt aus einem Entwicklungsland



Mexiko-Stadt - Erstmals führt ein Bürger eines Entwicklungslandes die «Forbes»-Liste der reichsten Menschen der Welt an: Der mexikanische Telekommunikations-Magnat Carlos Slim hat demnach mit 53,5 Milliarden Dollar (39,3 Milliarden Euro) ein größeres Vermögen als die US-Milliardäre Bill Gates und Warren Buffet. Es ist das erste Mal seit 1994, dass kein US-Bürger an der Spitze der Liste steht.

Slims Schwiegersohn Arturo Elias Ayub wertete die Platzierung am Mittwoch als Zeichen des Vertrauens in Mexiko. Dennoch werde der 70-Jährige nicht die Sektkorken knallen lassen, denn schließlich handele es sich lediglich um die Rangliste einer Zeitschrift, sagte Ayub. Die Familie mache sich darüber keine großen Gedanken. Slim ist dafür bekannt, preisgünstige Anzüge zu tragen und nur selten die Computer zu benutzen, die sein Unternehmen verkauft. Seine Büros verströmen den Charme der 70er Jahre, zugleich besitzt Slim aber eine bedeutende Kunstsammlung.

«Forbes»-Mitarbeiterin Keren Blankfeld sagte, die aktuelle Liste spiegele die zunehmende Bedeutung von Entwicklungsländern. Unter den Top Ten befinden sich neben Slim zwei Milliardäre aus Indien und einer aus Brasilien. Dass Gates mit 53 Milliarden Dollar und Buffet mit 47 Milliarden auf die Plätze zwei und drei zurückgefallen seien, liege auch an ihrer Spendenfreudigkeit. «Sie sind beide sehr philanthropisch», sagte Blankfeld. Reichster Deutscher ist laut «Forbes» Aldi-Besitzer Karl Albrecht, dem ein Vermögen von 23,5 Milliarden Dollar zugeschrieben wird und der damit Platz zehn auf der Liste einnimmt.


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