Gaddafi will in die Schweiz einreisen dürfen
veröffentlicht am 11.03.2010

Libyen hat die Schweiz zur Aufhebung eines Einreiseverbots für Staatschef Muammar al Gaddafi und 187 weitere Bürger des Landes aufgerufen. Außerdem setzt sich Tripolis für ein bindendes Schiedsverfahren im Streit um die vorübergehende Festnahme von Gaddafis Sohn Hannibal in Genf ein, mit der die Auseinandersetzung zwischen Libyen und der Schweiz 2008 begonnen hatte. Der libysche UN-Botschafter Abdurrahman Mohamed Schalgham erklärte am Mittwoch in New York, sein Land werde jede Entscheidung eines Schiedsgremiums akzeptieren.
New York - Libyen hat die Schweiz zur Aufhebung eines Einreiseverbots für Staatschef Muammar al Gaddafi und 187 weitere Bürger des Landes aufgerufen. Außerdem setzt sich Tripolis für ein bindendes Schiedsverfahren im Streit um die vorübergehende Festnahme von Gaddafis Sohn Hannibal in Genf ein, mit der die Auseinandersetzung zwischen Libyen und der Schweiz 2008 begonnen hatte. Der libysche UN-Botschafter Abdurrahman Mohamed Schalgham erklärte am Mittwoch in New York, sein Land werde jede Entscheidung eines Schiedsgremiums akzeptieren.
Die Schweiz trat dem Schengen-Abkommen im Dezember bei, das Einreiseverbot für die Libyer gilt daher auch für die 24 anderen Staaten der Schengen-Gruppe, darunter Deutschland und Frankreich. Libyen hat Reisenden aus diesen Staaten seinerseits die Einreise verboten. Deshalb hätten mehr als 50 Delegationen aus Schengen-Staaten vor einigen Tagen nicht nach Libyen reisen können, um über neue Ölkonzessionen zu verhandeln, sagte Schalgham. Dadurch hätten Amerikaner, Chinesen und Russen die Chance nutzen können. (© AP)
Lesen Sie auch: MÄRKTE ASIEN/Börsen schütteln Enttäuschung über EU-Gipfel ab
HONGKONG (Dow Jones) Das ohne konkrete Beschlüsse zu Ende gegangene Treffen der EU-Chefs hat an den asiatischen Finanzmärkten für Enttäuschung gesorgt. Der Euro sank zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit Juli 2010 gesunken. An den ostasiatischen Börsen erholten sich die Kurse im Verlauf des Donnerstaghandels aber von einem Großteil ihrer Verluste. Händler sprachen von Schnäppchenkäufen nach den zuletzt starken Kursverlusten. zur Nachricht >>




Strafgerichtshof entscheidet am Montag über Haftbefehl gegen Gaddafi
Libyen-Krieg: Gaddafi will nicht zurücktreten

