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10. März 2010

Westerwelle beim alten Guerillero



Den Verdacht, Westerwelle nehme bevorzugt Unternehmer mit, die für die FDP gespendet hätten, halten sie in der neunköpfigen Wirtschaftsdelegation für lächerlich. «Das ist doch eine typisch deutsche Neiddebatte», sagt einer, der aber lieber nicht namentlich genannt werden möchte. Auch die Kritik an der Mitreise von Westerwelles Lebensgefährten Michael Mronz hat hier Kopfschütteln ausgelöst.

Der Außenminister aber ist darüber offenbar so erzürnt, dass er auf dem Flug nach Montevideo eine erstaunliche Erklärung verbreiten lässt. Er freue sich über die Begleitung von «Herrn Mronz», heißt es darin, die auf eigene Kosten erfolge und dessen soziales Engagement zeige. «Das wollen und werden wir fortsetzen.»

Die erste Hälfte von Westerwelles Lateinamerika-Reise hat die Diskussion somit schon überschattet. In der Nacht zum Mittwoch landete der Außenminister in Brasilien, der letzten Station seines einwöchigen Trips. Ob er die Vorwürfe hier los wird, ist fraglich. Wenn sich Westerwelle am Freitag in Rio de Janeiro über die Vorbereitungen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2014 und den Olympischen Spielen 2016 informiert, wird Sportveranstalter Mronz jedenfalls nicht dabei sein.


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