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10. März 2010
Westerwelle beim alten Guerillero
Montevideo - Größer hätten die Gegensätze nicht sein können: Hier der deutsche Außenminister in Anzug und Krawatte, dort der ehemalige Guerillakämpfer im offenen Hemd, der seit neun Tagen an der Spitze Uruguays steht und so völlig unbeeindruckt von der eigenen Bedeutung ist. Und doch wirkte es wie der Beginn einer wunderbaren Freundschaft, als sich Guido Westerwelle am Dienstag in Montevideo mit Präsident José Mujica traf.
Westerwelle war der erste Außenminister seit mehr als 20 Jahren, der das kleine Land am Rio de la Plata besuchte. Er kam zur richtigen Zeit: Die neue linke Regierung ist frisch im Amt, und der alte Sozialist Mujica ließ keinen Zweifel daran, dass er die Probleme des Landes so schnell wie möglich anpacken will - am liebsten mit tatkräftiger Unterstützung aus Europa.
Hoch konzentriert hakte der einstige Mitbegründer der Tupamaros, der viele Jahre im Gefängnis saß, einen langen Aufgabenkatalog ab, der von digitalen Standardformaten beim Fernsehen bis zur Zusammenarbeit mit deutschen Firmen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien reichte - ein zentrales Thema für das Land, das mehr als die Hälfte seines Energiebedarfes über Importe decken muss.
Die Botschaft war klar: «Die Tür steht offen», betonte der 74-Jährige. Er ließ erkennen, wie argwöhnisch auch in Uruguay das Engagement der Chinesen beobachtet wird, die immer stärker auf die lateinamerikanischen Märkte drängen. Dies könne durch eine enge Bindung an Europa ausbalanciert werden, sagte Mujica. weiterlesen >>

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