Oscar für Christoph Waltz: Österreichischer Schauspieler als bester Nebendarsteller geehrt
veröffentlicht am 08.03.2010

Los Angeles (apn) Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz hat für seine Rolle in «Inglourious Basterds» den Oscar als bester Nebendarsteller erhalten. Waltz hatte schon zuvor alle wichtigen internationalen Filmpreise einschließlich des Golden Globe abgeräumt. Moderiert wurde die 82.
New York - Los Angeles (apn) Der österreichische Schauspieler Christoph Waltz hat für seine Rolle in «Inglourious Basterds» den Oscar als bester Nebendarsteller erhalten. Waltz hatte schon zuvor alle wichtigen internationalen Filmpreise einschließlich des Golden Globe abgeräumt. Moderiert wurde die 82. Oscar-Verleihung von Alec Baldwin und Steve Martin. Der Preis für Waltz war der erste, der an diesem Abend vergeben wurde. Waltz setzte sich gegen Hollywood-Veteranen wie Matt Damon (»Invictus»), Woody Harrelson (»The Messenger»), Christopher Plummer (»The Last Station») und Stanley Tucci (»The Lovely Bones») durch, die ebenfalls in dieser Kategorie nominiert waren.
Als Favoriten unter den zehn Nominierten Filmen in der Kategorie Bester Film gelten «Avatar» und «The Hurt Locker». James Camerons «Avatar» wäre der erste Science-Fiction-Film, der diesen Preis gewinnt. Der Wettstreit zwischen beiden Filme erhält seine besondere Spannung dadurch, dass Camerons Exfrau Kathryn Bigelow die Regie bei «The Hurt Locker» führte. Sollte Bigelow den Preis für die beste Regie bekommen, dann wäre sie die erste Frau in der 82-jährigen Geschichte des Oscars, der dies gelingt.
Die anderen acht nominierten Filme sind: «The Blind Side», «District 9», «An Education», «Inglourious Basterds», «Precious: Based on the Novel 'Push' by Sapphire», «A Serious Man», «Up in the Air» und der Animationsfilm «Up».
Regnerisches Wetter mit Blitz und Donner hatte die Ankunft der Gäste zur Oscar-Verleihung im Kodak Theatre von Hollywood begleitet. Der Rote Teppich wurde schon am Sonntagnachmittag sicherheitshalber mit Plastikfolie abgedeckt. Ein Unwetter hatte in Nacht zuvor die Berge in der Nähe von Los Angeles mit Schnee bedeckt. Immer wieder zogen Regenschauer durch die Stadt.
Ein Plastikzelt sorgte dafür, dass die eintreffenden Stars in Hollywood nicht nass wurde. «Es ist ein toller Tag», sagte Anika Noni Rose, eine Sprecherin in dem Film «The Princess and the Frog». Weitere Schauspieler, die schon früh kamen, waren die «Precious»-Stars Mo'Nique und Paula Patton, Soul-Sänger Robin Thicke, Anna Kendrick aus dem Film «Up in the Air» und Ed Asner, der Sprecher in «Up».
Wie viele Menschen sich die Oscar-Verleihung im Fernsehen ansehen, war noch unklar. Es könnten aber einige Millionen aus dem Großraum New York fehlen. Dort hatte Walt Disney, der Mutterkonzern des Senders ABC, der die Feier überträgt, dem Kabelnetzbetreiber Cablevision Systems wegen eines Streits um Gebühren das Signal abgeschaltet. Betroffen waren 3,1 Millionen Kunden in Teilen New Yorks, New Jerseys und Connecticuts.
Abgeordnete wie Senator John Kerry, die Abgeordnete Nita Lowey und der New Yorker Gouverneur David Paterson riefen beide Unternehmen auf, ihren Streit so beizulegen, dass die Kunden nicht in Mitleidenschaft gezogen würden. Beide Firmen wiesen sich gegenseitig die Schuld an dem Konflikt zu. Cablevision rief die Kommunikationsbehörde FCC auf, eine Entscheidung zu treffen. (© AP)




Christoph Waltz stellt seinen Oscar "nirgends hin"
Oscar-Preisträger Christoph Waltz wird Österreicher

