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10. März 2010

Deutsches Steuerabkommen mit Liechtenstein in der Beratung



Berlin - Das Bundeskabinett hat am Mittwochmorgen seine Beratungen über das Steuerabkommen mit Liechtenstein begonnen. Das Abkommen, mit dem das Fürstentum einen weiteren Schritt weg vom Image einer Steueroase macht, war bereits im September unterzeichnet worden. Damit es in Kraft treten kann, müssen in beiden Staaten die Parlamente zustimmen.

Der Vertragstext folgt dem Musterabkommen der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD). Er sieht den Informationsaustausch auf Anfrage vor. Die neuen Regelungen sollen ab 2010 angewendet werden.

In der Steueraffäre um den ehemaligen Postchef Klaus Zumwinkel, die auf gestohlenen und dem deutschen Geheimdienst weiterverkauften Kundendaten bei der dem Fürstenhaus gehörenden LGT-Bankengruppe basierte, war Liechtenstein unter starken Druck geraten. In der Folge bemühte sich das Fürstentum, den Ruf der nicht kooperativen Steueroase abzuschütteln und schloss Steuerabkommen mit mehreren Staaten.


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