Srilankischer Oppositionsführer im Hungerstreik
veröffentlicht am 07.03.2010

Der inhaftierte srilankische Oppositionsführer Sarath Fonseka ist in den Hungerstreik getreten. Damit will er erzwingen, ein Telefon benutzen zu dürfen, wie seine Partei am Sonntag mitteilte. Demnach wurde ihm der Zugang zum Telefonnetz von einem Gericht in Colombo erlaubt.
Colombo - Der inhaftierte srilankische Oppositionsführer Sarath Fonseka ist in den Hungerstreik getreten. Damit will er erzwingen, ein Telefon benutzen zu dürfen, wie seine Partei am Sonntag mitteilte. Demnach wurde ihm der Zugang zum Telefonnetz von einem Gericht in Colombo erlaubt. Die Gefängnisbehörden hätten ihm dieses Recht jedoch verweigert. Ein Militärsprecher erklärte, das Zugeständnis sei nicht von einem Gericht, sondern von Heereschef Jagath Jayasuriya ausgesprochen worden und könne jederzeit widerrufen werden.
Fonseka wird beschuldigt, in seiner Zeit als Heereskommandeur versucht zu haben, die Regierung zu stürzen, und bei Waffengeschäften Bestechungsgelder angenommen zu haben. Die Opposition sieht in der Festnahme den Versuch, Fonseka an einer Kandidatur bei der Parlamentswahl am 8. April zu hindern.
Fonseka führte im vergangenen Jahr die Militäroffensive gegen die tamilischen Rebellen. Der Sieg über die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) bedeutete das Ende eines rund 25 Jahre währenden Bürgerkriegs mit mehr als 70.000 Toten. Danach überwarf sich Fonseka mit Präsident Mahinda Rajapaksa und trat bei der Präsidentenwahl am 26. Januar gegen ihn an. Rajapaksa gewann die Abstimmung mit einem Vorsprung von 17 Prozentpunkten. Die Opposition sprach von Wahlbetrug. (© AP)




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