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06. März 2010
Intelligente Mülltonnen können Abfallmenge messen
London - An die unzähligen Überwachungskameras in ihrem Alltag sind die Briten schon gewöhnt. Doch jetzt formiert sich Widerstand gegen eine weitere Spielart der elektronischen Kontrolle. Intelligente Mülltonnen erregen derzeit die Gemüter. Boulevardmedien schreien auf, die Angst vor dem Überwachungsstaat geht um. Der Grund: Immer mehr Abfallbehälter sind mit Hilfe von Computerchips in der Lage zu messen, wie viel die Bürger wegwerfen.
Eine Bürgerinitiative zum Datenschutz, die sich Big Brother Watch nennt, spricht von einer dramatischen Zunahme der Überwachungstechnik in englischen Mülltonnen. Bereits 2,6 Millionen Haushalte würden auf diese Weise überwacht. Die Datenschützer fürchten, die Regierung könnte nicht nur die Gebühren nach der individuellen Müllmenge bemessen, sondern sprichwörtlich im Dreck ihrer Bürger schnüffeln.
Bereits jetzt gilt England als eines der am stärksten von Kameras überwachten Länder in der westlichen Welt. Sicherheitsbehörden haben sich dafür eingesetzt, jede E-Mail und jede SMS mitlesen und jedes Telefonat mithören zu dürfen. Doch bei vielen Bürgern wächst die Abneigung, dem Staat noch mehr Rechte zur Einmischung in den Alltag zu geben.
«Mikrochips in Mülltonnen erlauben es der Regierung, noch mehr Daten über das Privatleben der Leute zu sammeln», heißt es in einer Erklärung, die die Datenschutz-Initiative am Freitag veröffentlichte. «Das geht den Staat einfach nichts an.» weiterlesen >>

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