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06. März 2010

Nach Amoklauf: Mehr Schulpsychologen in Baden-Württemberg



Stuttgart - Als Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden will Baden-Württemberg die Zahl seiner Schulpsychologen offenbar nahezu verdoppeln. Wie die «Stuttgarter Nachrichten» berichten, sollen in den kommenden drei Jahren 85 zusätzliche Kräfte eingestellt werden. Derzeit seien rund 100 Schulpsychologen an den rund 4.000 Schulen im Südwesten tätig. Dem Bericht zufolge sollen 30 der zusätzlichen Stellen bereits zum kommenden Schuljahr geschaffen werden.

Die Zeitung beruft sich auf den noch unveröffentlichten Abschlussbericht des Landtag-Sonderausschusses zum Amoklauf von Winnenden. Der Ausschuss habe sich demnach fraktionsübergreifend auch darauf verständigt, die Gründung eines Studiengangs «Schulpsychologie» an einer Universität des Landes zu empfehlen, um die notwendigen Kräfte entsprechend auszubilden. Zudem solle das Kultusministerium die flächendeckende Einführung eines Anti-Gewalt-Programms in die Wege leiten. Damit solle an allen Schulen ein besseres Miteinander ermöglicht werden.

Das Parlament wolle auch alle Schulrektoren im Land mit sogenannten Pagern ausstatten, damit sie im Fall eines Amoklaufs vom Kultusministerium auf einer eigenen, geschützten Funkfrequenz alarmiert werden können. Nach dem Amoklauf von Winnenden und Wendlingen mit 16 Toten, der sich am 11. März zum ersten Mal jährt, war Kritik wegen mangelhafter Information der Schulen laut geworden. Dem Bericht zufolge soll das Kultusministerium bis Ende dieses Jahres dem Landtag entsprechende Konzepte zur Umsetzung der Empfehlungen vorlegen.


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