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04. März 2010
Studie: Hartz-IV-Empfänger ergreifen Eigeninitiative
Nürnberg - Hartz-IV-Empfänger ergreifen laut einer Studie vielfältige Aktivitäten, um Arbeit zu finden - auch auf eigene Initiative. Dies widerspreche dem in Teilen der Öffentlichkeit präsenten Bild des passiven Hilfebedürftigen, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das der Bundesagentur für Arbeit angeschlossen ist.
Die Studie, die sich auf Intensivgespräche mit Empfängern der Grundsicherung für Arbeitsuchende stützt, habe jedoch auch ergeben, dass viele Bemühungen um eine reguläre Beschäftigung ins Leere liefen, erklärten die Autoren weiter.
Beschäftigungsmaßnahmen wie Ein-Euro-Jobs oder Erwerbsformen wie Mini-Jobs und Leiharbeit führten zu einer zumindest kurzfristigen Verbesserung der materiellen und sozialen Situation von Hilfebeziehern, hieß es weiter. Bei den untersuchten Fällen leistet Beschäftigung einen maßgeblichen Beitrag zur Verminderung materieller Notlagen. Langzeiterwerbslose, die ihren Lebensunterhalt ausschließlich aus Hartz-IV-Leistungen bestreiten müssen, sind von finanziellen Problemen hingegen häufiger und stärker betroffen.
«Für Hartz-IV-Empfänger, bei denen sich Resignation oder eine fatalistische Grundstimmung breit gemacht haben, sind besondere Strategien der motivationsbezogenen Stabilisierung erforderlich», schreiben die Autoren der Studie, Andreas Hirseland und Philipp Ramos Lobato. weiterlesen >>

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