Deutschland wird depressiver
veröffentlicht am 04.03.2010

In Deutschland gibt es einer Studie zufolge immer mehr depressive Menschen. Zwischen 2004 und 2008 nahm ihre Zahl um 23 Prozent zu, wie eine am Donnerstag in Berlin veröffentlichte Untersuchung der KKH-Allianz ergab. Besonders betroffen seien junge Männer unter 20 Jahren, bei denen ein Anstieg um 41 Prozent zu verzeichnen sei.
Berlin - In Deutschland gibt es einer Studie zufolge immer mehr depressive Menschen. Zwischen 2004 und 2008 nahm ihre Zahl um 23 Prozent zu, wie eine am Donnerstag in Berlin veröffentlichte Untersuchung der KKH-Allianz ergab. Besonders betroffen seien junge Männer unter 20 Jahren, bei denen ein Anstieg um 41 Prozent zu verzeichnen sei. Insgesamt gab es der Studie zufolge den größeren Zuwachs jedoch bei Frauen mit einem Plus von 24 Prozent gegenüber 20 Prozent bei Männern.
Verantwortlich für diese Entwicklung sind laut KKH-Allianz unter anderem die Wirtschaftskrise und damit verbundene Existenzängste ebenso wie eine zunehmende Orientierungslosigkeit in der globalisierten Gesellschaft. Darüber hinaus seien Depressionen heute weniger tabuisiert. Menschen würden sich folglich eher in ärztliche Behandlung begeben.
Die KKH-Allianz ist eigenen Angaben zufolge Deutschlands viertgrößte bundesweite Krankenkasse mit über zwei Millionen Versicherten. (© AP)




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