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Joan Armatrading rockt auf Tournee mit "This Charming Life"

veröffentlicht am 03.03.2010


Das Leben ist schön, auch wenn die virtuelle Wirklichkeit es zu überlagern droht. Joan Armatrading hat sich bei der Wahl des Titels für ihr 17. Studioalbum für das beruhigende «This Charming Life» (Hypertension/Soulfood) und nicht das kritische «Virtual Reality» entschieden.

 

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Frankfurt/Main - Das Leben ist schön, auch wenn die virtuelle Wirklichkeit es zu überlagern droht. Joan Armatrading hat sich bei der Wahl des Titels für ihr 17. Studioalbum für das beruhigende «This Charming Life» (Hypertension/Soulfood) und nicht das kritische «Virtual Reality» entschieden. Positiv denken sei ihr wichtig, sagt die 59-Jährige im DAPD-Interview. Zum Kommunizieren bevorzugt sie das direkte Gespräch, auch noch das Telefon, aber nicht die soziale Scheinwelt im Cyberspace. Ihr am kommenden Freitag (05.03.) erscheinendes Album stellt sie vom (heutigen) Mittwoch an auch live vor.


Das Internet sei für sie eine wichtige Plattform, um ihre Kunst zu präsentieren, sagt Armatrading - gerade in auch in der Musikindustrie schwierigen Zeiten wie diesen. Ein Werkzeug, nicht mehr und nicht weniger. In «Virtual Reality» singt sie von den Nöten eines Users, der sich in die Arme des richtigen Lebens zurücksehnt, von einem, der sich sagen lassen muss, das Leben an falschen Orten wie Cyberspace und Network Bars gesucht zu haben und statt Freunden nur Bekanntschaften gefunden hat.


Aber es ist nur ein Lied - ein wichtiges und interessantes - von insgesamt elf Songs auf dem Album: Die «Goddess of Change» bekommt eine Hymne, gut rockende Songs wie «Heading Back To New York City» und «Best Dress On» ergänzen mit E-Gitarre begleitete Balladen wie «This Charming Life» und «Love Love Love» das Spektrum.


Ob ein Titel wie «This Charming Life» in Krisenzeiten nicht befremdlich klinge, diese Frage wird Armatrading schon im Pressetext zum Album gestellt. «Gerade in solch problematischen Zeiten sollten wir uns bewusst sein, was wir haben und das zu schätzen wissen», wird sie zitiert. «Egal, wie schwierig Situationen auch sind, es könnte noch schlimmer kommen. Dass dies nicht der Fall ist, darüber sollten wir glücklich sein. Deshalb möchte ich mit dem Album auch ausdrücken: Sieh, was es an Positivem gibt; es ist immer da.»


Was vielleicht auch den Wechsel vom Blues zum Rock erklärt. Mit dem Vorgänger von 2007, «Into The Blues», war sie überraschend tief in die schwarzen Wurzeln der modernen Popkultur eingetaucht; als erste britische Künstlerin stieg sie damit auf Platz eins der amerikanischen Billboard-Blues-Charts ein und erhielt auch Grammy-Nominierungen - ging dann bei der Preisverleihung aber leer aus. «This Charming Life» knüpft aber auch an die großen Songs an, mit der sie sich und ihren Stil definierte: «Love & Affection», «My Myself», «Baby Can I Hold You» und «Drop The Pilot».


Armatrading stellt alte und neue Lieder auf einer Konzertreise durch Deutschland, die Schweiz und Österreich vor, die am (heutigen) Mittwoch im Kölner Gloria-Theater beginnt. Die weiteren Termine: 04.03. Kaiserslautern (Kammgarn), 05.03. Darmstadt (Centralstation), 06.03. CH-Zürich (Kaufleuten), 07.03. Karlsruhe (Tollhaus), 12.03. Krefeld (KuFa), 13.03. Iserlohn (Parktheater), 14.03. Augsburg (Spectrum), 15.03. A-Linz (Posthof), 17.03. Saarlouis (Theater am Ring), 18.03. Hannover (Capitol), 19.03. Hamburg (Fabrik), 20.03. Melle (Honerkamps Ballsaal), 21.03. Erfurt (Gewerkschaftshaus), 23.03. Wolfshagen (Kulturhalle), 25.03. Oldenburg (Staatstheater), 26.03. Winterbach (Lehenbachhalle), 27.03. Roth (19. Rother Bluestage), 28.05. A-Wien (Gasometer), 29.05. A-Wörgl (Komma-Kulturzentrum), 31.05. Paderborn (Stadttheater).  (© AP)



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