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03. März 2010

Cessna-Absturz wohl wegen eines missglückten Kunstflugmanövers



Dresden/Braunschweig - Der Absturz eines Kleinflugzeugs in der Sächsischen Schweiz mit zwei Toten geht nach ersten Untersuchungen auf menschliches Versagen zurück. Es gebe Hinweise, dass die Piloten ein Kunstflugmanöver fliegen wollten, für das die Maschine nicht konstruiert ist, berichteten am Mittwoch sächsische Zeitungen unter Berufung auf die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung Braunschweig. Eine Sprecherin der Behörde bestätigte, dass nach Auswertung des Stimmenrekorders ein entsprechender Zwischenbericht vorliegt.

Nähere Einzelheiten konnte sie zunächst nicht mitteilen. Die Internet-Seite der Bundesstelle, auf der Untersuchungsberichte veröffentlicht werden, war wegen technischer Probleme nicht erreichbar. Wie die «Sächsische Zeitung» und die «Dresdner Morgenpost» übereinstimmend berichteten, wollten die Piloten offenbar eine sogenannte Rolle fliegen, also eine Drehung um die Längsachse. Möglicherweise sei Übermut im Spiel gewesen, hieß es. Für ein solches Manöver soll die Cessna 550 weder konstruiert noch zugelassen sein.

Dem tschechischen Amt für zivile Luftfahrt empfahl die Bundesbehörde nach den Angaben eine Inspektion des betroffenen tschechischen Luftfahrtunternehmens. Die Prager Firma soll bereits alle Flüge eingestellt haben, um ihre Maschinen auf mögliche Überlastungen überprüfen zu lassen. Die Unglücksmaschine war Mitte Februar auf dem Weg von Prag nach Schweden im Elbsandsteingebirge abgestürzt. Beide Piloten, eine 27-jährige Tschechin und ein 32-jähriger Slowake, kamen dabei ums Leben. Weitere Insassen befanden sich nicht an Bord.


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