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02. März 2010

Deutlich weniger Fusionen in Energieversorgungsbranche



Frankfurt/Main - Im Krisenjahr 2009 hat die weltweite Strom- und Gasversorgungsindustrie einen deutlichen Rückgang der Fusionen und des Transaktionsvolumens verzeichnet. Wie aus einer am Montag veröffentlichten PricewaterhouseCoopers-Studie hervorgeht, sank die Zahl der Transaktionen gegenüber 2008 um zehn Prozent auf 596. Der Gesamtwert erreichte mit 97,6 Milliarden Dollar nur noch die Hälfte des Vorjahresniveaus. Werden die Deals im Bereich der erneuerbaren Energien mitgezählt, gab es 2009 weltweit 1.146 Transaktionen (minus 24 Prozent) im Volumen von 131,1 Milliarden US-Dollar (minus 44 Prozent).

«Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage, der anhaltenden Kapitalknappheit und der Ungewissheit über kommende Klimaschutz- und Deregulierungsvorschriften haben die meisten Energieversorger von größeren Transaktionen abgesehen», erläuterte Manfred Wiegand von PwC die Ergebnisse der Studie. In Europa habe allerdings die von der EU-Kommission verordnete operative Trennung von Stromerzeugung und -transport für Impulse gesorgt.

Vergleichsweise hoch blieb 2009 das Interesse an Zukäufen im Bereich der erneuerbaren Energien. Hier sank das Transaktionsvolumen der Studie zufolge um lediglich 14 Prozent auf 33,5 Milliarden Dollar, während bei den konventionellen Stromerzeugern ein Minus von 51 Prozent auf 88,9 Milliarden Dollar zu verzeichnen war. In der Gasindustrie sank das Volumen um 38 Prozent auf 8,6 Milliarden Dollar.

Für das laufende Jahr erwarten die Branchenexperten noch keine durchgreifende Erholung: «Da Fremdkapital für Akquisitionen auch 2010 nur begrenzt zur Verfügung steht, dürfte das Transaktionsvolumen niedrig bleiben. Andererseits eröffnet die Kapitalknappheit auch Chancen. So könnten einige Unternehmen dazu gezwungen sein, Beteiligungen an Wettbewerber oder Finanzinvestoren zu verkaufen, um laufenden Verpflichtungen nachzukommen», prognostizierte Wiegand.  weiterlesen >>


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