Lufthansa in die roten Zahlen geflogen
veröffentlicht am 02.03.2010

Die Lufthansa ist im Finanzkrisenjahr 2009 in die roten Zahlen geflogen, steht aber deutlich besser als ihre großen Wettbewerber da. Die größte deutsche Airline erwirtschaftete einen Verlust von 112 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag in Frankfurt am Main unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte.
Frankfurt/Main - Die Lufthansa ist im Finanzkrisenjahr 2009 in die roten Zahlen geflogen, steht aber deutlich besser als ihre großen Wettbewerber da. Die größte deutsche Airline erwirtschaftete einen Verlust von 112 Millionen Euro, wie der Konzern am Dienstag in Frankfurt am Main unter Berufung auf vorläufige Zahlen mitteilte.
Im vergangenen Jahr hatten dem Konzern unter anderem der massive Preisdruck, die gesunkene Nachfrage und der hohe Ölpreis zu schaffen gemacht. Als Konsequenz aus der Bilanz will die Lufthansa keine Dividende zahlen. Die Aktie reagierte mit einer Berg- und Talfahrt auf die Nachricht. Mit einem Plus von 3,5 Prozent war sie gegen 13.30 Uhr größter Gewinner im DAX.
Der Lufthansa-Umsatz brach 2009 von 24,8 Milliarden um 10 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro ein. Das Ziel «operativer Profitabilität» sei aber erreicht worden, erklärte der Konzern: So habe der operative Gewinn bei 130 Millionen Euro gelegen. Im Jahr zuvor hatte es noch ein Betriebsergebnis von 1,3 Milliarden Euro und ein Konzernergebnis von 542 Millionen Euro gegeben.
Damit steht Lufthansa offensichtlich besser als große Konkurrenten da: So hatte British Airways bereits im ersten Halbjahr 2009 ein Minus von 208 Millionen Pfund (rund 233 Millionen Euro) eingefahren. Air France-KLM verbuchte allein im dritten Geschäftsquartal einen Nettoverlust von 295 Millionen Euro.
Angaben zur Entwicklung von Passagierzahlen und Auslastung sowie einen Ausblick auf das laufende Jahr lieferte der Konzern am Dienstag nicht. Ende Oktober hatte Konzernchef Wolfgang Mayrhuber erklärt, erste Erholungsanzeichen beim Passagieraufkommen hätten den Druck der massiv gesunkenen Preise bei weitem nicht kompensieren können. Von Januar bis September zählte der Konzern demnach rund 55 Millionen Reisende gezählt, inklusive der Zukäufe AUA und bmi drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
Bei der Lufthansa läuft derzeit das Sparprogramm Climb 2011. Damit sollen die Kosten um jährlich eine Milliarde Euro gesenkt, die Stellenzahl in der Verwaltung von Lufthansa Passage um etwa 400 oder 20 Prozent gesenkt werden. Hinzu kommt von 2010 bis 2012 der Wegfall von jährlich fünf Prozent der Jobs in der Konzernverwaltung. Die Sachkosten sollen jährlich um sieben Prozent sinken. Ihren vollständigen Geschäftsbericht will die Lufthansa am 11. März veröffentlichen. (© AP)




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