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02. März 2010
Kinderporno-Opfer "Amy" schlägt zurück
Minneapolis - Es ist schon über ein Jahrzehnt her, dass «Amy» von ihrem Onkel sexuell missbraucht wurde. Der Kinderschänder sitzt mittlerweile hinter Gittern. Die Bilder, die er von seiner damals acht oder neun Jahre alten Nichte machte, gehören aber auch Jahre nach der Tat noch zu den am weitesten im Internet verbreiteten Kinderpornographie-Aufnahmen.
Jetzt geht die inzwischen 20 Jahre alte «Amy», wie sie in Gerichtsakten genannt wird, mit Hilfe von Anwälten in Hunderten von Fällen gegen die Internetnutzer vor, die sich diese Bilder anschauen. Ihre Anträge und die anderer Opfer stellen die US-Richter vor ein schwieriges juristisches Problem: Ist derjenige, der eine Kinderpornographie-Aufnahme besitzt, mitverantwortlich für den Schaden, den ein Kind erlitten hat? Und wie viel sollte eine solche Person dem Opfer zahlen müssen?
«Man kann es nur ganz schwer in Worte fassen, wie es ist, wenn man weiß, dass zu jedem beliebigen Zeitpunkt an jedem beliebigen Ort jemand die Bilder anschaut, die zeigen, wie ich als kleines Kind von meinem Onkel missbraucht wurde und der daraus ein krankhaftes Vergnügen zieht», schreibt Amy in den Gerichtsunterlagen. «Das ist so, als ob ich wieder und wieder missbraucht werde.»
«Ich will, dass alles gelöscht wird», betont die junge Frau. «Ich will, dass es aufhört. Aber ich bin genauso machtlos, es zu stoppen, wie ich machtlos war, meinen Onkel zu stoppen.» weiterlesen >>

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