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02. März 2010
Stromversorgung 2.0: Auf dem Laptop sehen, wann die Waschmaschine läuft
Hannover - Das Internet macht unser Leben oft einfacher, deshalb dringt es immer weiter in den Alltag vor. Doch die nächste Stufe der Umwälzung wird viele Bürger vielleicht eher nerven als freuen: Der Stromverbrauch zu Hause und die Energieversorgung im Großen sollen mit dem Internet zusammenwachsen. «Das wird ein großes Ding», sagt IBM-Deutschlandchef Martin Jetter. Die Manager sind elektrisiert, es gibt Milliarden zu verdienen. Die Verbraucher werden sich aber bei ihrem Stromverhalten völlig umgewöhnen müssen.
Darum geht es: Seit Jahresanfang haben Stromkunden Anspruch auf einen sogenannten intelligenten Stromzähler. Anders als der alte schwarze Kasten mit dem Drehrädchen zeigt der neue Kasten sekundengenau den Stromverbrauch. Dazu muss der Kunde nicht mehr mit der Taschenlampe in den Keller steigen. Der Verbrauch wird auf dem PC im Arbeitszimmer angezeigt, die Daten dazu fließen über die Stromkabel. Vom PC gehen die Daten weiter zum Stromversorger, der eine monatliche Stromrechnung schickt. «Der Energiemarkt steht vor einem grundlegenden Umbruch. Das Internet der Energie kommt, und Millionen Haushalte werden aktiv mitmachen», sagt Jetter.
«Der Kunde kann nun seinen Stromverbrauch aktuell sehen und beeinflussen», erklärt Alexander Rabe vom Fraunhofer-Institut für experimentelle Software in Kaiserslautern. Während die meisten Bürger bisher schlicht kein Gefühl für den Stromverbrauch hatten, können sie nun die Kosten ticken sehen.
Wer wie bisher ohne nachzudenken die Waschmaschine oder den Trockner anschaltet, wann er will, wird bald zur Kasse gebeten: In den nächsten Monaten werden die Stromkonzerne mehr billigeren Strom zu bestimmten Zeiten anbieten. weiterlesen >>

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