Millionenstrafe gegen den Baustoff-Fachhandel
veröffentlicht am 02.03.2010

Wegen verbotener Absprachen über eine zusätzliche Aufstellungsgebühr von Trockenmörtelsilos müssen vier Handelskooperationen und Fachhhandelsverbände aus dem Bereich "Baustoffe" ein Bußgeld von 13,36 Millionen Euro zahlen, wie das Bundeskartellamt am Dienstag mitteilte. Im Juli hatte die Aufsichtsbehörde in diesem Zusammenhang bereits gegen neun Mörtelhersteller eine Geldstrafe von knapp 40 Millionen Euro verhängt.
Bonn - Wegen verbotener Absprachen über eine zusätzliche Aufstellungsgebühr von Trockenmörtelsilos müssen vier Handelskooperationen und Fachhhandelsverbände aus dem Bereich "Baustoffe" ein Bußgeld von 13,36 Millionen Euro zahlen, wie das Bundeskartellamt am Dienstag mitteilte. Im Juli hatte die Aufsichtsbehörde in diesem Zusammenhang bereits gegen neun Mörtelhersteller eine Geldstrafe von knapp 40 Millionen Euro verhängt.
Nach den Feststellungen des Kartellamts hat sich zwischen 2004 und 2005 fast die gesamte Mörtel-Branche in Deutschland abgesprochen, für das Aufstellen von Trockenmörtel-Silos über die eigentlichen Mörtelkosten hinaus eine zusätzliche neue «Silostellgebühr» zu erheben.
Die Baustoffhandelskooperationen Hagebau und Eurobaustoff sowie die zwei Baustoff-Fachhandelsverbände Verband Norddeutscher Baustoffhändler und Baustoff-Fachhandel Landsberg sollen den Mörterherstellern dabei ihre Unterstützung zugesagt und sich auf eine einheitliche Ertragsgebühr zu ihren Gunsten geeinigt haben. Die Absprachen, die zu Beginn des Jahres 2006 umgesetzt wurden, betrafen den Wettbewerbshütern zufolge den Absatz von Trockenmörtel-Silos bundesweit.
Die Bußgeldbescheide sind laut Kartellamt noch nicht rechtskräftig. Die betroffenen Unternehmen und Personen könnten gegen die Entscheidung Einspruch beim Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen, hieß es. (© AP)




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