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01. März 2010

Mercedes-Bank verzeichnet Rückgang im Finanzierungsgeschäft



Stuttgart - Die Wirtschaftskrise hat sich 2009 im Geschäft der Mercedes Benz-Bank bemerkbar gemacht. Im vergangenen Jahr seien mit rund 316.000 Fahrzeugen zwar fast so viele Autos und Lastwagen finanziert worden wie im Rekordjahr 2008, teilte Vorstandschef Peter Zieringer am Montag in Stuttgart mit. Der Rückgang habe aber bei 3 Prozent gelegen. Im Pkw-Geschäft habe man zulegen und die Zahl der verleasten und finanzierten Mercedes-Benz-Pkw um zwei Prozent auf rund 258.000 Fahrzeuge steigern können.

In Summe habe sich das Neugeschäftsvolumen Pkw und Nutzfahrzeuge aber um zehn Prozent auf 8,1 Milliarden Euro reduziert. Hintergrund war der Einbruch im Nutzfahrzeuggeschäft. Das Gesamtvolumen aller betreuten Verträge ging 2009 im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 16,1 Milliarden Euro zurück. Angaben zum konkreten Ergebnis machte Zieringer nicht. Die Autobank habe deutlich schwarze Zahlen geschrieben, sagte er und fügte hinzu, dass Institut sei wirtschaftlich gesund, profitabel und stehe auf soliden Beinen. Das Einlagenvolumen im Direktbankgeschäft habe sich auf 12,6 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Insgesamt habe die Bank 130.000 neue Kunden gewonnen. Das sei ein Zuwachs von zwölf Prozent auf 1,2 Millionen Kunden.

Das Direktbankgeschäft dient mit zur Refinanzierung der Bank. Über sie wurden im letzten Jahr 53 Prozent aller Daimler-Fahrzeuge in Deutschland finanziert oder verleast. Ein Jahr zuvor waren es nur knapp 48 Prozent der in Deutschland neu zugelassenen Autos. Zieringer sagte, der Trend bei den Autokäufern zu Leasing und Finanzierung setze sich fort, «weil Kunden in unsicheren Zeiten vermehrt darauf achten, ihre eigene Liquidität zu schonen».

Zieringer bekräftigte das Ziel, außerhalb von Deutschland wachsen zu wollen. Im letzten Jahr sei eine Niederlassung in Großbritannien eröffnet und die Refinanzierung des dortigen Händlerfinanzierungsgeschäfts mit einem Volumen von rund 500 Millionen Euro übernommen worden. Auch in Spanien sei das Institut bereits vertreten.


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