Böhmer besorgt über hohe Hartz-IV-Zahlen bei Migranten
veröffentlicht am 20.02.2010

© Bundesagentur für Arbeit
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, hat die Quote von Migranten unter den Hartz-IV-Empfängern als alarmierend bezeichnet. Der «Bild»-Zeitung sagte die CDU-Politikerin: «Es ist alarmierend, dass Menschen aus Zuwandererfamilien doppelt so häufig Hartz IV beziehen wie Deutsche ohne Migrationshintergrund.»
Frankfurt/Main - Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, hat die Quote von Migranten unter den Hartz-IV-Empfängern als alarmierend bezeichnet. Der «Bild»-Zeitung sagte die CDU-Politikerin: «Es ist alarmierend, dass Menschen aus Zuwandererfamilien doppelt so häufig Hartz IV beziehen wie Deutsche ohne Migrationshintergrund.»
Wer eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben wolle, müsse über deutsche Sprachkenntnisse und eine gute Bildung verfügen, sagte Böhmer weiter. «Wir wissen das, haben aber ein Umsetzungsproblem. Das muss jetzt dringend angepackt werden.» Nötig sei mehr Geld für Schulen und Lehrer sowie eine bessere Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse. «Noch in diesem Jahr muss es dafür eine gesetzliche Regelung geben», forderte sie.
An Migranten appellierte die Integrationsbeauftragte, ihren Teil beizutragen. So sei es dringend notwendig, dass mehr Kinder aus Zuwandererfamilien einen Kindergarten besuchten. Wer seiner Verpflichtung bei Sprach- und Integrationskursen nicht nachkomme, «muss auch mit Sanktionen rechnen», drohte sie. (© AP)




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