Outdoor-Training in Kälte lieber langsamer angehen
Frankfurt - Sportliche Aktivitäten im Freien sollten bei Eiseskälte weniger intensiv betrieben werden. «Sport im Freien stärkt zwar im Allgemeinen die Abwehrkräfte, und das Tageslicht unterstützt einen funktionierenden Hormonhaushalt. Ein Training in der Kälte bedeutet gleichzeitig aber auch großen Stress für den Körper», sagt der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lungenstiftung, Harald Morr.
Denn zum einen benötige der Körper bei winterlichen Temperaturen besonders viel Energie, um den Thermohaushalt zu regulieren. Zum anderen könne die kalte Luft der Lunge zu schaffen machen und heftigen Reizhusten auslösen, erklärt Morr. Wer darüber einfach hinweggehe und auch bei Minusgraden ohne besondere Schutzvorkehrungen regelmäßig draußen trainiere, riskiere, dass seine Atemwege wie bei einem Asthma überempfindlich würden.
Und dann könne unter Umständen während des Trainings ein Asthmaanfall mit bedrohlicher Atemnot auftreten. «So erklärt sich auch zum Beispiel, dass ungleich mehr Ski-Langläufer als Marathonläufer von Asthma betroffen sind», erklärt der Experte.
Da die Regulierung der Körpertemperatur bis zu 50 Prozent über die Stirn erfolge, sei es folglich schon bei fünf Grad über Null ratsam, zum Training ein Stirnband oder eine Mütze anzuziehen. «Dabei ist wichtig, dass die Stirn nicht nur warm, sondern auch trocken bleibt», betont Morr. «Bei Minusgraden würde ich außerdem empfehlen, einen über Mund und Nase gewickelten Schal zu tragen, um die Atemluft darüber anzuwärmen.» Ab minus zehn Grad werde ein Reizhusten immer wahrscheinlicher, daher sollte man an solch kalten Tagen auf Outdoor-Aktivitäten besser ganz verzichten. weiterlesen >>