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Chaos dank "Xynthia": Rund 120 Flüge in Frankfurt annulliert

veröffentlicht am 28.02.2010


Chaos auf Straße und Schiene, zahlreiche Ausfälle im Flugverkehr und dazu mindestens ein Toter - Sturmtief «Xynthia» hat am Sonntag auch Deutschland erfasst. Die Meteorologen rechneten mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern.

 

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Frankfurt/Main - Chaos auf Straße und Schiene, zahlreiche Ausfälle im Flugverkehr und dazu mindestens ein Toter - Sturmtief «Xynthia» hat am Sonntag auch Deutschland erfasst. Die Meteorologen rechneten mit Windgeschwindigkeiten bis zu 120 Stundenkilometern.


Wegen orkanartiger Böen stürzte in Feldberg-Bärental im Schwarzwald ein Baum auf ein auf der B 500 fahrendes Auto, wie die Polizei mitteilte. Die beiden Insassen wurden im PKW eingeklemmt. Der 74-jährige Fahrer starb an der Unfallstelle, während seine 69-jährige Ehefrau von der Feuerwehr schwer verletzt aus dem Fahrzeug geborgen und mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen wurde.


Wegen umgestürzter Bäume und auf Oberleitungen herabfallenden Ästen wurden viele Zugstrecken gesperrt, wie die Deutsche Bahn mitteilte. In Rheinland-Pfalz, Hessen und im Saarland wurde der gesamte Bahnverkehr zeitweise eingestellt. Der Bahnhof Stuttgart konnte am Nachmittag nicht mehr von ICE- und InterCity-Zügen angefahren werden. In Nordrhein-Westfalen waren vor allem die Strecken zwischen Dortmund und Hamm sowie Köln und Bonn betroffen.


An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt fielen bis zum frühen Nachmittag 119 Flüge aus. Zahlreiche Flüge mussten umgeleitet werden, weil sie wegen des starken Windes nicht landen konnten. Es kam zu Verspätungen bis zu zwei Stunden. Am schlimmsten sei es in der Zeit von 13 bis 15 Uhr gewesen, erklärte der Verkehrsleiter vom Dienst. Anschließend habe sich der Wind etwas gelegt. Wegen der aufgelaufenen Verzögerungen sei aber noch mit weiteren Ausfällen zu rechnen.


Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlichte mehrere Unwetterwarnungen. Das Sturmfeld habe von Westen auf Deutschland übergegriffen und werde sich im weiteren Verlauf vor allem über den Mittelgebirgsraum ostwärts ausweiten. Gebietsweise seien besonders in der Westhälfte Böen bis Stärke elf (orkanartige Böen) wahrscheinlich. Im höheren Bergland und in den Alpen seien Orkanböen wahrscheinlich.


Gleichzeitig sei in einzelnen Mittelgebirgslagen Dauerregen möglich. Später im Tagesverlauf und in der Nacht zum Montag geht im Norden und in höheren Mittelgebirgslagen der Niederschlag zunehmend in Schnee über. Oberhalb von 600 Metern bilden sich dann in exponierten Berglagen auch Schneeverwehungen.


Am Montag kommt es dann laut Vorhersage bei deutlich zurückgehenden Temperaturen im Norden und Nordosten noch zu Regen- und Schneefällen. Auch nach dem Orkan kann es in der Nordhälfte noch stürmisch sein. In den Tagen darauf soll es zunehmend winterlich werden, zunächst mit Nachtfrost, in der zweiten Wochenhälfte dann immer wieder auch mit Schneefällen.  (© AP)


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