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28. Februar 2010
Intelligente Stromzähler sind noch Mangelware
Berlin - Seit Jahresanfang haben Stromkunden Anspruch auf einen intelligenten Stromzähler, der beim Energiesparen helfen sollen. Die neuen Geräte müssen eine exakte Abrechnung über Stromverbrauch und Nutzungszeit liefern - ähnlich dem Einzelnachweis der Telefonanbieter. Bei Neubauten und großen Renovierungen sind die Energieversorger seit Januar sogar zum Einbau «schlauer» Geräte verpflichtet. So sieht es die Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes vor. Doch die schöne neue Zählerwelt lässt auf sich warten.
Bislang sind «Smart-Meter» bundesweit noch Mangelware. Viele große Versorger wie Vattenfall, E.ON, RWE oder einige Stadtwerke haben ihre Kunden bisher nur im Rahmen von Pilotprojekten mit der neuen Technik ausgerüstet. Für die Teilnehmer war der Einbau in der Regel kostenfrei. Lediglich der baden-württembergische Versorger EnBW offeriert bereits allen seinen Kunden die neue Zähler-Generation zusammen mit einem Tarifpaket. Einmaliger Preis für die Umrüstung: 99,90 Euro.
Der Vorteil vieler digitaler Geräte: Sie erlauben monatliche Abrechnungen, Abschlagszahlungen gehören dann der Vergangenheit an. Außerdem ermöglichen sie die Kontrolle des Stromverbrauchs über den Tag hinweg in Echtzeit, oft bis auf die Viertelstunde genau. Einen einheitlichen technischen Standard gibt es aber nicht. Entwickelt wurden einfache Geräte, die vielfach in Neubauten installiert werden, aber auch solche, die teuer und technisch hochkomplex sind. Genaue Vorgaben des Gesetzgebers gibt es nicht, was die Lage für Anbieter und Kunden nicht einfacher macht.
Wer sich für einen digitalen Zähler interessiert, aber nicht das Glück hatte, in einem Testgebiet oder im «Ländle» zu wohnen, solle bei seinem Energieversorger nachfragen und auf einen Einbau pochen, rät Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher. Nach Ansicht des Fachmanns weiß bislang kaum ein Bürger über sein neues Recht Bescheid. «Der neue Paragraf 21 b des Energiewirtschaftsgesetzes, wonach allen Kunden clevere Zähler angeboten werden müssen, wird von den meisten Versorgern ignoriert», sagt Peters. weiterlesen >>

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