Atomenergie: Röttgen weiter unter Beschuss
veröffentlicht am 28.02.2010

Im Streit über den Atomausstieg verstärkt die CSU ihre Angriffe auf Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Der bayerische Umweltminister Markus Söder sagte der «Bild am Sonntag»: «Mich besorgt, dass der Bundesumweltminister offenbar kein durchgerechnetes energiepolitisches Konzept hat. Man kann nicht gleichzeitig überstürzt aus der Solarförderung und der Kernkraft aussteigen.
Frankfurt - Im Streit über den Atomausstieg verstärkt die CSU ihre Angriffe auf Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Der bayerische Umweltminister Markus Söder sagte der «Bild am Sonntag»: «Mich besorgt, dass der Bundesumweltminister offenbar kein durchgerechnetes energiepolitisches Konzept hat. Man kann nicht gleichzeitig überstürzt aus der Solarförderung und der Kernkraft aussteigen. Das ist kein Energieentwurf der Zukunft.»
CSU-Landesgruppenchef Hans-Peter Friedrich sagte der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Montagausgabe): «Die Debatte über einen Ausstieg aus der Kernenergie braucht dringend mehr Realismus. Ich kann die CDU nur vor ihrer Realitätsverweigerung bei diesem Thema warnen.»
Friedrich erklärte, man brauche derzeit «keine romantischen Ausstiegsszenarien, sondern das Bewusstsein dafür, dass Deutschland als Industrieland seine Kraft vor allem aus dem verarbeitenden Gewerbe bezieht, und dafür sind zuverlässige, sichere und bezahlbare Energieformen unverzichtbar». (© AP)




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