Tempelberg: Maskierte bewarfen Touristen mit Gegenständen
veröffentlicht am 28.02.2010

Die israelische Polizei hat am Sonntag den Tempelberg in Jerusalem gestürmt. Zuvor hatten maskierte Palästinenser von dort aus Gegenstände auf ausländische Touristen geworfen. Die etwa 20 Mann zählende Gruppe bewarf die anrückenden Polizisten mit Steinen, doch stellten die Sicherheitskräfte die Ruhe an dem von Juden und Muslimen als heilig verehrten Ort schnell wieder her.
Jerusalem - Die israelische Polizei hat am Sonntag den Tempelberg in Jerusalem gestürmt. Zuvor hatten maskierte Palästinenser von dort aus Gegenstände auf ausländische Touristen geworfen. Die etwa 20 Mann zählende Gruppe bewarf die anrückenden Polizisten mit Steinen, doch stellten die Sicherheitskräfte die Ruhe an dem von Juden und Muslimen als heilig verehrten Ort schnell wieder her.
In der umliegenden Altstadt gab es aber weiter Zusammenstöße zwischen Polizisten und maskierten Palästinensern. Nach offiziellen Angaben wurden zwei Beamte leicht verletzt. Sieben Palästinenser wurden festgenommen. Etwa 15 weitere hielten sich noch stundenlang in dem Areal verschanzt.
Das islamische Gremium, das den Berg verwaltet, erklärte, die Polizei habe die Palästinenser provoziert. Diese seien zur Al-Aksa-Moschee geeilt, nachdem es Gerüchte gegeben habe, jüdische Eiferer wollten das Gebiet stürmen. Dass Jugendliche Touristen beworfen hätten, wisse man nicht.
Der Tempelberg, auf Arabisch Haram al Scharif (Das edle Heiligtum), ist sowohl für die Muslime als auch für die Juden von höchster Bedeutung. Auf dem Gelände befinden sich der Felsendom und die Al-Aksa-Moschee - an diesem Ort stieg der Prophet Mohammed nach islamischer Überlieferung in den Himmel auf. In biblischer Zeit befand sich dort der Tempel Salomos. Die vom zweiten Tempel erhaltene Westmauer ist als Klagemauer ein besonders symbolträchtiger Gebetsort der Juden. Konflikte um den Tempelberg waren mehrfach Auslöser heftiger Gewalt zwischen Palästinensern und Israelis. (© AP)




Israel öffnet Fußgängerbrücke zum Tempelberg wieder
Israel ordnet Schließung von umstrittenem Fußweg zum Tempelberg an
Fußweg zum Jerusalemer Tempelberg soll geschlossen werden
Israel stoppt wegen drohender Proteste Arbeiten am Tempelberg

