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27. Februar 2010

EU-Länder für Krise in Griechenland mitverantwortlich?



Brüssel - Der Generaldirektor des Europäischen Statistikamtes, Walter Radermacher, wirft den EU-Regierungen vor, an der griechischen Krise mitschuldig zu sein. Bereits in den Jahren 2004 und 2005 habe es Probleme mit den aus Athen gelieferten Daten gegeben. Eurostat habe schon damals mehr Rechte und Kompetenzen gefordert, um zu prüfen, wie die Daten erhoben wurden, sagte Radermacher der «Süddeutschen Zeitung».

Einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission hätten die nationalen Regierungen aber nicht vollständig zugestimmt. «Die Mitgliedsstaaten haben uns nicht die Instrumente gegeben, mit denen wir die Krise hätten verhindern können», sagte er.

Lesen Sie auch: Trittin fordert EZB-Beteiligung an Schuldenschnitt für Griechenland

Der Grünen-Bundestagsfraktionsvorsitzende Jürgen Trittin fordert eine Beteiligung der öffentlichen Gläubiger und damit der Europäischen Zentralbank (EZB) am Schuldenschnitt für Griechenland. "Wir wollen nicht, dass die öffentlichen Gläubiger an Griechenland verdienen. Das wäre aber der Fall, wenn sie beim Schuldenschnitt nicht mitmachen würden", sagte Trittin der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstagausgabe) laut Vorabbericht. Die griechische Schuldenlast müsse auf ein tragfähiges Maß reduziert werden.  zur Nachricht >>


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