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24. Februar 2010

Bei Festgeldanlagen auf Laufzeit achten



Frankfurt - Wer Geld für Jahre festlegen will, muss bei der Aussicht in Zukunft generell wieder steigende Zinsen die Laufzeit der Anlage sorgfältig bedenken. Zwar gibt es aktuell für länger laufende Anlagen stets höhere Zinsen. Dieser Vorteil kann aber wieder verloren gehen, wenn das allgemeine Zinsniveau ansteigt und dabei den etwa für fünf Jahre vereinbarten festen Zinssatz überholt. Bei Erwartung steigender Zinsen kann es sich daher empfehlen, Geld etwa erst für zwei Jahre und dann erneut für drei Jahre anzulegen. Darauf weist die ING-DiBa hin.

Auch wenn niemand künftige Zinssätze kennt, kann man doch zumindest ausrechnen, ab welcher Steigerung des Zinsniveaus sich eine zweigeteilte Anlagestrategie lohnt. Dazu muss man den sogenannten Gleichgewichtszins bestimmten. Der Gleichgewichtszins ist der Anschlusszinssatz, bei dem die dauerhafte und die zweigeteilte Geldanlage am Ende exakt das gleiche Ergebnis liefern. Der Gleichgewichtszins zeigt damit, wie hoch der Zins bei der Wiederanlage mindestens ausfallen fallen muss, damit sich die Kombination aus zwei kürzerfristigen Anlagen gegenüber einer Langfristanlage rechnet.

Wenn etwa aktuell für eine fünfjährige Anlage von 10.000 Euro drei Prozent Zinsen gezahlt werden und für eine zwei jährige Anlage der gleichen Summe nur 1,5 Prozent, so liegt der Gleichgewichtszins bei 4,1 Prozent. Bei einer zweistufigen Anlage muss man dann nach 1,5 Prozent in der ersten zweijährigen Stufe in der zweiten dreijährigen Stufe mindestens 4,1 Prozent Zins erhalten, um das gleiche Ergebnis wie bei der einstufigen Anlage zu erzielen. Beide Male sind aus den 10.000 Euro nach fünf Jahren genau 11.593 Euro geworden, wenn man auch die zwischenzeitlich erzielten Zinsen weiter anlegt.

Exakt kann man den Gleichgewichtszins mit Hilfe des Computers berechnen. Die nötigen Programme finden sich im Internet.


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