Zunehmende Repressalien gegen Journalisten
veröffentlicht am 17.02.2010

Im vergangenen Jahr sind weltweit so viele Journalisten wie nie zuvor getötet worden. Das teilte das New Yorker Komitee zum Schutz von Journalisten in seinem am Dienstag vorgelegten Jahresbericht mit. Der Bericht listet 70 Namen von Journalisten auf, die wegen ihres Berufs umgebracht wurden, bei 24 weiteren getöteten Journalisten sei das Motiv unklar, hieß es weiter.
New York - Im vergangenen Jahr sind weltweit so viele Journalisten wie nie zuvor getötet worden. Das teilte das New Yorker Komitee zum Schutz von Journalisten in seinem am Dienstag vorgelegten Jahresbericht mit. Der Bericht listet 70 Namen von Journalisten auf, die wegen ihres Berufs umgebracht wurden, bei 24 weiteren getöteten Journalisten sei das Motiv unklar, hieß es weiter. Vor einer Woche hatte das International Press Institute in Wien 110 getötete Journalisten für 2009 gemeldet.
Das New Yorker Komitee beklagte auch eine zunehmende Inhaftierung von Journalisten. Allein im Iran seien im Zusammenhang mit dem Vorgehen gegen die Opposition 90 Journalisten inhaftiert worden. Mindestens 23 säßen immer noch im Gefängnis.
Ein Massaker an 29 Journalisten auf den Philippinen am 23. November sei das schwerwiegendste seit Beginn der Aufzeichnungen vor 18 Jahren gewesen, hieß es weiter. «Die Tragödien von 2009 machen unsere Aufgabe noch deutlicher», erklärte der Direktor des Komitees, Joel Simon, in dem Jahresbericht. «Dynamische und sichere Medien zu schaffen erfordert ein neues strategisches Denken, um die Mörder vor Gericht zu bringen, um die Zahl der inhaftieren Journalisten zu reduzieren und um Reporter zu unterstützen, die im Exil oder unter repressiven Bedingungen arbeiten.»
Dabei habe es Fortschritte gegeben, schrieb Simon weiter. Besonders effektiv sei es, Verstöße gegen die Pressefreiheit beim Namen zu nennen und die Verantwortlichen öffentlich bloß zu stellen. (© AP)




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