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02. Juni 2009

Gabriel verteidigt Glühbirnenverbot



Berlin - Angesichts der Hamsterkäufe und der Kritik vieler Verbraucher hat Umweltminister Sigmar Gabriel noch einmal eine Lanze für das Glühbirnenverbot in der EU gebrochen. Dies sei «das richtige Signal für den Klimaschutz», erklärte der SPD-Politiker am Dienstag in Berlin. Zudem könnten Verbraucher über die Lebensdauer einer einzigen Energiesparlampe mehr als 100 Euro Stromkosten sparen.

Auch könnte die Entwicklung und Produktion von Energiesparlampen Arbeitsplätze in Deutschland sichern, meinte Gabriel bei einem Besuch des Herstellers Osram: «Auch in Zukunft brauchen wir hoch innovative und umweltfreundliche Beleuchtungstechnik, die in Deutschland nicht nur entwickelt, sondern auch produziert wird.»

Die herkömmliche Glühbirne soll wegen zu hohen Stromverbrauchs ab 1. September in der gesamten Europäischen Union schrittweise verboten werden. Zunächst dürfen 100-Watt-Birnen nicht mehr verkauft werden. Hersteller und Einzelhändler verzeichnen seit Wochen einen Nachfrageboom, weil viele Verbraucher Energiesparlampen nicht als vollwertigen Ersatz sehen.

Umweltschützer haben zudem Bedenken, weil viele Energiesparlampen geringe Mengen des hochgiftigen Schwermetalls Quecksilber enthalten. Sollte eine Sparlampe zerbrechen, ist laut einer Warnung der Victoria Krankenversicherung äußerste Vorsicht geboten. Beim Einsammeln der Bruchstücke sollte man unbedingt Handschuhe tragen, um den Kontakt mit der Haut zu verhindern. Anschließend müsse das Zimmer für mindestens eine halbe Stunde gut durchgelüftet werden. Keinesfalls sollte man Bruchstücke mit dem Staubsauger aufsaugen.


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