Schnellerer Atom-Ausstieg: Merkel eilt Röttgen zur Hilfe
veröffentlicht am 08.02.2010

© Europäische Kommission
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Forderung von Umweltminister Norbert Röttgen nach einem schnelleren Ausstieg aus der Atomenergie verteidigt. Röttgens Äußerungen stünden «auf der Grundlage des Koalitionsvertrages», betonte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Montag in Berlin. Dort sei festgehalten, dass die Kernenergie eine «Brückentechnologie» sei, die vorübergehend genutzt werde, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich ersetzt werden könne.
Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Forderung von Umweltminister Norbert Röttgen nach einem schnelleren Ausstieg aus der Atomenergie verteidigt. Röttgens Äußerungen stünden «auf der Grundlage des Koalitionsvertrages», betonte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Montag in Berlin. Dort sei festgehalten, dass die Kernenergie eine «Brückentechnologie» sei, die vorübergehend genutzt werde, bis sie durch erneuerbare Energien verlässlich ersetzt werden könne.
Auf dieser Grundlage argumentiere auch Röttgen, sagte Wilhelm. Was «Brückentechnologie» bedeute, solle in dem Energiekonzept konkretisiert werden, das das Umwelt- und das Wirtschaftsministerium bis zum Herbst ausarbeiten sollen.
Ob die Kanzlerin Röttgens Auffassung teilt, ließ Wilhelm offen. Wichtig sei, dass der Koalitionsvertrag der gemeinsame Bezugspunkt sei. «Das ist hier der Fall», sagte der Regierungssprecher. Röttgens Forderung, die Union sollte sich möglichst bald von der Atomkraft verabschieden, hatte nicht nur bei der FDP, sondern auch in CDU und CSU heftigen Widersprich ausgelöst. (© AP)




Klagen gegen Atomausstieg: Röttgen, die Gelassenheit in Person
Bundesumweltminister sieht wirtschaftliche Chancen in der Energiewende

