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12. Februar 2010

Drohnenangriffe in Pakistan: Kritik am Schweigen der USA wächst



Islamabad - In Pakistan und auch in den USA wächst die Kritik am Schweigen Washingtons zu den Raketenangriffen auf Taliban und Al- Kaida-Kämpfer im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet. Selbst Befürworter der mit unbemannten Flugzeugen, sogenannten Drohnen, ausgeführten Angriffe verlangen von der US-Regierung mehr Offenheit, um damit den Behauptungen der Taliban entgegenzutreten, dass dabei nur unschuldige Zivilpersonen getötet würden.

Die Drohnenangriffe sind für die USA der effektivste Weg, die militanten Islamisten zu bekämpfen, die sich in dem unwegsamen und unkontrollierten Grenzgebiet verschanzt haben. Hauptgrund dafür ist die Weigerung der pakistanischen Regierung, US-Truppen auf ihr Territorium zu lassen, und ihr Zögern, Taliban und Al Kaida selbst wirkungsvoll ins Visier zu nehmen.

Offiziell verurteilt die pakistanische Regierung die US-Angriffe als Eingriff in die nationale Souveränität. Insgeheim aber, so erklären Beobachter, unterstützt Islamabad die Angriffe und liefert den Amerikanern wichtige Geheimdienstinformationen.

Die einzigen, die öffentlich über die Toten bei den Angriffen reden, sind die Taliban. Deren Behauptung, dabei hätten mehrere hundert unschuldige Zivilpersonen ihr Leben verloren, haben die Militärschläge bei der pakistanischen Bevölkerung sehr unbeliebt gemacht. Laut einer im vergangenen Sommer veröffentlichten Umfrage von Gallup Pakistan im Auftrag des Senders Al Dschasira befürworten lediglich neun Prozent der Pakistaner die Drohnenattacken.  weiterlesen >>


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