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06. Februar 2010

Iran will Uranmenge für Anreicherung im Ausland selbst bestimmen



München - Der iranische Außenminister Manutschehr Mottaki sieht Chancen auf eine Einigung im Atomstreit mit der internationalen Gemeinschaft. Nach einem Gespräch mit dem Generalsekretär der Internationalen Atomenergiebehörde, Yukiya Amano, am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz am Samstag sagte Mottaki, es gebe eine «sehr positive Situation, um eine Vereinbarung über den Austausch von Uran zu treffen». Gleichzeitig stellte er die Bedingung, dass sein Land selbst die Menge an Brennstoff festlegt, die angereichert werden soll.

«Wir hoffen, dass in nächster Zukunft eine Einigung herbeigeführt werden kann», sagte Mottaki. Andere Teilnehmer der Konferenz hatten sich von seinem Auftritt enttäuscht gezeigt. So sagte beispielsweise Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, der Iran spiele auf Zeit. Nun sei der UN-Sicherheitsrat am Zug. Dort wollen die USA auf weitere Sanktionen gegen den Iran dringen.

Mottaki betonte zur erwogenen Anreicherung schwach radioaktiven Urans im Ausland: «Wir bestimmen die Menge auf der Basis unseres Bedarfs.» Der Lieferant bestimme lediglich den Preis. Die Brennstäbe sind für einen Forschungsreaktor in der Nähe von Teheran bestimmt, der medizinischen Zwecken dient. Mottaki äußerte auch Bedenken gegen die Tatsache, dass die Anreicherung schätzungsweise ein Jahr dauert. Zuvor hatte er bereits gefordert, dass in der Wartezeit bereits angereichertes Uran nach Iran geliefert wird.





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