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01. Februar 2010
Sorge vor Kreditausfällen bei Banken hoch
Frankfurt/Main - Ein gutes Jahr nach der Lehman-Pleite sorgt sich die Bankwelt um mögliche politische Einmischung in ihre Geschäfte. Das geht aus einer Umfrage der Beraterfirma PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor, die am Montag veröffentlicht wurde. Zwar lehnten die Banker staatliche Intervention in der Branche nicht grundsätzlich ab. «Aus Sicht vieler Banker ist die Haltung der Politik gegenüber dem Finanzsektor jedoch zu intransparent und teils auch widersprüchlich», stellte PwC fest.
Viele Befragte sähen einen Konflikt zwischen der politischen Forderung nach einer Ausweitung der Kreditvergabe an Unternehmen und der angestrebten Stärkung des Eigenkapitals der Banken.
Auf Rang zwei auf der Sorgenskala folgen aus Sicht der Banker die Kreditrisiken. «Nach Einschätzung einiger Befragter ist die Finanzkrise im Kreditgeschäft noch längst nicht vorbei. Insbesondere bei Immobilien- und Verbraucherkrediten befürchten viele Experten größere Zahlungsausfälle», erklärte Burghardt. Die Risiken im Bankgeschäft insgesamt sind nach Einschätzung der Befragten derzeit so hoch wie noch nie. Nur neun Prozent sind der Ansicht, dass die Banken gut auf die Gefahren vorbereitet sind, während elf Prozent den Instituten eine schwache Verfassung attestieren. In der letzten Umfrage von 2008 sahen noch 24 Prozent die Banken gut aufgestellt.
Eng verknüpft mit der Sorge vor staatlichen Eingriffen ist nach Einschätzung der Befragten das Risiko einer Überregulierung. Dabei dürften laut PwC die anstehenden Änderungen bei der Bilanzierung eine Rolle spielen. weiterlesen >>

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