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01. Februar 2010

Tote Frau aus Steinbruch möglicherweise nicht ermordet



Görlitz - Die vor knapp einem halben Jahr in einem Steinbruchsee in Ostsachsen entdeckte tote Frau ist womöglich nicht vorsätzlich getötet worden. Es werde geprüft, ob auch eine fahrlässige Tötung in Betracht kommen könnte, sagte der Sprecher der Görlitzer Staatsanwaltschaft, Till Neumann, am Montag der Nachrichtenagentur DAPD. Nach einem Bericht der «Bild»-Zeitung starb die junge Frau bei Fesselspielen. Dabei soll ein Seil ihr die Luft abgeschnürt haben.

Neumann wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Die Prüfungen dauerten noch an, sagte er. Der 21-jährige Tatverdächtige ist weiterhin in Untersuchungshaft. Ob er auf freien Fuß kommt, soll sich beim Haftprüfungstermin Ende Februar entscheiden. Der Freund der 20 Jahre alten Frau wurde kurz nach Entdeckung der Leiche im August 2009 festgenommen. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen.

Die Leiche wurde von Spaziergängern am Ufer eines Steinbruchsees nahe der Ortschaft Herwigsdorf entdeckt. Die Tote war unbekleidet und zum Teil in das Fass eingemauert. Die Polizei bildete eine Sonderkommission gebildet. Bei der Beseitigung der Leiche soll ein Bekannter des Hauptverdächtigen geholfen haben, der vorübergehend in Untersuchungshaft saß.


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