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01. Februar 2010

In Dubai getöteter Hamas-Funktionär war Waffenschmuggler



Jerusalem - Ein in Dubai unter mysteriösen Umständen getöteter ranghoher Hamas-Funktionär war nach israelischen Angaben einer der wichtigsten Organisatoren für den Waffenschmuggel in den Gazastreifen. Aus israelischen Militärkreisen verlautete am Sonntag, Mahmud al Mabhuh habe eine zentrale Rolle beim Schmuggel von Waffen aus dem Iran in den Gazastreifen gespielt, der von Hamas kontrolliert wird. Zu den Anschuldigungen, israelische Agenten hätten Mabhuh ermordet, hat Israel bislang nicht Stellung genommen.

Mabhuh wird schon seit zwei Jahrzehnten von Israel gesucht. Er soll in die Entführung und Tötung zweier israelischer Soldaten 1989 verwickelt gewesen sein. Zum Tod Mabhuhs am 20. Januar in einem luxuriösen Hotel in Dubai gab es widersprüchliche Angaben. Der 50-Jährige sei in seinem Hotelzimmer «vergiftet und durch einen Stromschlag getötet worden», erklärte ein Hamas-Sprecher in Damaskus. Mabhuhs Bruder Hussein, der im Flüchtlingslager Dschebalija im Gazastreifen lebt, erklärte hingegen, sein Bruder sei durch einen «Stromschlag und Ersticken mit einem Kleidungsstück» gestorben.

Mabhuh war auch einer der Gründer des militärischen Flügels der Hamas. Die Hamas kündigte Vergeltung an. Die Leiche Mabhuhs wurde am Freitag in einem palästinensischen Flüchtlingslager nahe Damaskus bestattet. Mehr als 2.000 Palästinenser nahmen daran teil.


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